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Obama am Golf erwartet: "Ich übernehme die Verantwortung"

Der Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko dauert an. An den Küsten werden Vögel saubergeschrubbt und Barrieren gesichert, auf See gingen die Versuche weiter, das sprudelnde Öl zu stoppen. Am Freitag wollte sich US-Präsident Barack Obama bei einem zweiten Kurzbesuch erneut ein Bild von der Lage machen und mit Experten sprechen.

Der Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko dauert an. An den Küsten werden Vögel saubergeschrubbt und Barrieren gesichert, auf See gingen die Versuche weiter, das sprudelnde Öl zu stoppen. Am Freitag wollte sich US-Präsident Barack Obama bei einem zweiten Kurzbesuch erneut ein Bild von der Lage machen und mit Experten sprechen. Am Donnerstagabend hatte der zunehmend unter Druck stehende Präsident dem Sender CNN zufolge gesagt: "Ich übernehme die Verantwortung. Es ist mein Job, sicherzustellen, dass alles getan wird, das zu beenden."

Ein neuer Versuch des Ölkonzerns BP, das Bohrloch am Meeresgrund zu verschließen, war am Donnerstagabend (Ortszeit) zunächst ohne durchschlagenden Erfolg geblieben. Es könne noch bis zum Wochenende dauern, bis feststehe, ob die Operation "Top Kill" funktioniere, sagte BP-Manager Doug Suttles in Robert, Louisiana. Das Unternehmen hatte mehrfach mit hohem Druck schweren Schlamm in die Quelle gepumpt, um den Ölfluss zum Erliegen zu bringen.

Regierungs-Experten zufolge hat die Ölpest mittlerweile die zuvor schlimmste in den USA - gemessen an der Menge - von 1989 übertroffen. Damals war der Tanker "Exxon Valdez" vor der Küste Alaskas verunglückt.

Wetterexperten warnten vor möglichen Wechselwirkungen von Ölpest und Hurrikans. "Das Problem ist, dass das ein menschengemachtes Experiment ist, dass wir noch nie zuvor hatten", sagte die Meteorologin Jenni Evans von der Penn State University CNN zufolge. Die US-Wetterbehörde NOAA erwartet für dieses Jahr mehr und heftigere Stürme. "Es gibt eine 85-prozentige Chance auf eine überdurchschnittliche Hurrikan-Saison", sagte Behördenchefin Jane Lubchenco am Donnerstag in Washington.

DPA / DPA
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