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Katastrophe in Neuseeland Opfer von Vulkanausbruch erwacht aus Koma – und erfährt, dass Mann und Kind tot sind

Katastrophe in Neuseeland: Opfer von Vulkanausbruch erwacht aus Koma – und erfährt, dass Mann und Kind tot sind




Diese Augenzeugenaufnahmen vom Vulkanausbruch in Neuseeland gehen ins Mark.


Michael Schade aus Kalifornien erlebt den Ausbruch auf der Vulkaninsel White Island am eigenen Leib mit und nimmt diese Szene auf.


Er ist mit einer Gruppe Touristen für einen Ausflug vor Ort.


Seine Reisegruppe hat großes Glück:


Der Amerikaner schreibt auf Twitter, dass er selbst keine 30 Minuten vor Ausbruch am Krater des Vulkans stand.


Während der Eruption halten sich auf der kleinen Insel laut Polizei sowohl ausländische Besucher als auch Einheimische auf.


Die genaue Zahl sei nicht bekannt, aber Medienberichten zufolge sind weniger als 50 Menschen auf der Insel. Mehr als 30 davon seien Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs gewesen.


Ein Bild zeigt offenbar einen abgestürzten Hubschrauber.


Laut der Polizei sind beim Ausbruch mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen.


Die anderen 18 Evakuierten sollen alle verletzt worden sein, viele mit schweren Verbrennungen.


Die Besucher seien von dem plötzlichen Vulkanausbruch am frühen Nachmittag überrascht worden.


White Island ist der aktivste Vulkan Neuseelands. Jedes Jahr besuchen etwa 10.000 Menschen den Vulkan. Den letzten Ausbruch gab es 2016.
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Lisa D. lag seit dem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel White Island vor mehr als zwei Monaten im Koma. Als sie jetzt aufgeweckt wurde, erwartete sie eine schreckliche Nachricht.

Mehr als zwei Monate ist es her, dass auf White Island vor Neuseeland ein Vulkan ausbrach, während Dutzende Ausflügler auf der kleinen Insel unterwegs waren. 21 Menschen starben durch die Katastrophe bis heute. Der letzte erlag Ende Januar in einer Klinik in Auckland seinen Verletzungen. Viele der Überlebenden werden noch immer in Krankenhäusern in Neuseeland und Australien behandelt.

Zu ihnen gehört auch Lisa D. Die Australierin habe Verbrennungen an mehr als 60 Prozent ihres Körpers erlitten, als sie am 9. Dezember gemeinsam mit anderen Touristen vor der Eruption geflohen sei, berichtet die australische Tageszeitung "The Australian". Seither habe die 48-Jährige in der Spezialabteilung für Verbrennungsopfer des Alfred-Krankenhauses in Melbourne im künstlichen Koma gelegen.

"Es ist ein schwerer Schock"

Doch nun wurde Lisa D. dem Blatt zufolge aufgeweckt - und erfuhr dass ihr Ehemann und ihre Tochter nicht so viel Glück hatten wie sie: Der 53 Jahre alte Gavin und die 15-jährige Zoe überlebten die Katastrophe nicht.

"Sie brauchte eine Weile, bis sie es begriffen hatte, und dann sagte sie immer wieder, sie könne nicht glauben, dass sie gestorben sind", schilderte eine Sprecherin der Familie die Reaktion von Lisa D. auf die Schreckensnachricht vom Tod ihrer Liebsten. "Sie ist sehr bewegt, mehr kann ich nicht sagen", zitierte der Nachrichtensender 7 News ihren Schwiegervater Brian D. "Natürlich, denn es ist ein schwerer Schock."

Brian D. berichtete dem Sender auch von den Erinnerungen seiner Schwiegertochter an das Unglück: "Alles, was sie uns mitteilen konnte, war, dass jemand sagte: 'lauft', als der Vulkan ausbrach", erzählte er 7 News. Sie wisse auch noch, dass sie von Felsbrocken getroffen worden sei. "Lisas letzte Erinnerung an die Tragödie ist, wie sie in einen Hubschrauber geladen wurde."

Lisas Ehemann Gavin wurde den Medienberichten zufolge bereits im vergangenen Monat in Adelaide beerdigt. Die Bestattung von Zoe habe die Familie verschoben, bis ihre Mutter gesund genug ist, um daran teilzunehmen. "Wir befinden uns gerade in der Schwebe, und ich glaube, wir werden noch eine ganze Weile in der Schwebe bleiben", sagte Brian D. 7 News.

Quellen: "The Australian"7 News

mad

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