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Marke aus Kalifornien Patagonia vernäht Statement zu US-Wahlen: "Wählt die Arschlöcher ab"

Patagonia-Etikett "Vote the Assholes Out"
Dieses derbe Statement beziehe sich laut Patagonia nicht auf einzelne Personen, sondern auf alle Politiker, welche die Klimakrise leugnen
© AFP Photo / Patagonia
In Shorts der Modemarke Patagonia fanden Kunden eine eindeutig Ansage zur anstehenden US-Wahl. Das ist nicht das erste Mal, dass sich das Unternehmen mit Trump anlegt.

Subtil ist die Ansage der Outdoor-Marke Patagonia nicht: "Wählt die Arschlöcher ab", steht versteckt auf der Rückseite von Etiketten, die in einer Reihe Shorts vernäht worden sind. Bemerkt hatte das der Mitarbeiter eines Forschungsinstituts, der ein Foto des Etiketts auf Twitter postete. Nachdem User über die Echtheit des Statements rätselten, bestätigte Patagonia, dass das Etikett von ihnen stammt.

Damit bezieht sich das Unternehmen aus Kalifornien auf die anstehende US-Wahl, zu welcher der amtierende Präsident Donald Trump erneut antritt – und mit dem rieb sich Patagonia schon in der Vergangenheit. Der Modehersteller bezog in der Vergangenheit bereits öfters politisch Stellung und setzt sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein. So verklagte Patagonia die Trump-Administration im Jahr 2017, als diese plante, die US-amerikanischen Naturschutzgebiete Bears Ears und Grand Staircase zur wirtschaftlichen Nutzung freizugeben. 

Etikett von Patagonia beziehe sich nicht auf einzelne Person

Das Statement beziehe sich allerdings nicht nur auf eine Person. Gegenüber "Vogue" erzählte Tessa Byars, Sprecherin von Patagonia, dass die Idee vom Markengründer Yvon Chouinard stamme. Die Message beziehe sich auf all diejenigen Politiker, welche die Klimakrise leugnen, "nicht weil sie sich dessen nicht bewusst sind, sondern weil sie ihre Taschen mit Geld von Öl- und Gasinteressenten füllen", so zitiert "Vogue" die Sprecherin. Die Etiketten seien eine Kritik an den Anti-Umwelt-Aktionen, die derzeit in den USA stattfinden würden.

Patagonia-Gründer Yvon Chouinard ist als Umweltaktivist bekannt: In der von ihm gegründeten Initiative "One Percent for the Planet" verpflichten sich über 3400 Unternehmen dazu, einen Prozent ihres Umsatzes für den Umweltschutz zu spenden.

Quellen:"Vogue", "RTL.de", "One Percent for the Planet"

meh

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