Philippinen Erdrutsche reißen 100 Menschen in den Tod


Tödliches Drama auf den Philippinen: Bei Erdrutschen in der Provinz Benguet sind mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden rechnen mit weiteren Todesopfern. Seit Tagen hält sich der Tropensturm "Parma" über dem Gebiet und sorgt für schwere Überflutungen.

Das Tiefdruckgebiet "Parma" hat im Norden der Philippinen schwere Verwüstungen angerichtet. In der Provinz Benguet kamen bei Erdrutschen am Freitag nach Behördenangaben etwa 100 Menschen ums Leben. Ein ganzes Dorf sei unter Schlammlawinen begraben worden.

In der angrenzenden Provinz Pangasinan trieben Überschwemmungen tausende Menschen in die Flucht. Rund 30 Städte wurden am Freitag überflutet, weil Dämme nicht mehr standhielten, teilte Vizeprovinzgouverneurin Marlyn Premicias mit. "Ostpangasinan ist ein einziger Fluss geworden", sagte sie. Etliche Menschen würden auf Hausdächern auf ihre Rettung warten.

Allein in der Ortschaft La Trinidad in der Provinz Benguet wurden am Freitag 39 Leichen aus dem Schlamm geborgen. Der Polizeichef des Bergdorfes rechnete damit, dass noch zahlreiche Dorfbewohner unter den Schlamm-Massen begraben sind.

"Parma" hält sich seit Tagen über der Nordostküste. Es ist bereits das zweite schwere Unwetter, das die Philippinen binnen zwei Wochen heimsucht. Wirbelsturm "Ketsana" hatte Ende September in der Hauptstadt Manila die schwersten Überflutungen seit mehr als vier Jahrzehnten ausgelöst. Mehr als 300 Menschen waren bereits bis zum Freitag ums Leben gekommen.

AP/DPA AP DPA

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