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Philippinen: Tropensturm tötet Hunderte Menschen

Der Taifun "Fengshen" hat bislang mehr als 1300 Menschen das Leben gekostet: Hunderte wurden bei Überschwemmungen getötet. Zahlreiche Leichen gab es durch das Fährunglück auf den Philippinen. Der Tropensturm hat mittlerweile China erreicht.

Vier Tage nach dem Fährunglück auf den Philippinen konnten keine weiteren Überlebenden aus dem Meer geborgen werden. Taucher und Rettungsflugzeuge machten zahlreiche Leichen aus, von denen viele noch Rettungswesten trugen. Die mit mehr als 800 Menschen besetzte Fähre war am Samstag im Taifun "Fengshen" gesunken.

Die Küstenwache räumte ein, dass es kaum noch Hoffnung auf Überlebende gibt. "Es besteht eine kleine Chance, Überlebende zu finden", sagte Sprecher Rogelio Villanueva. Die Wahrscheinlichkeit sinke jedoch, je mehr Zeit vergehe. Nur 48 Menschen überlebten das Unglück. Damit könnte der Taifun auf den Philippinen mehr als 1300 Menschen das Leben gekostet habe. 329 wurden nach offiziellen Angaben bei Überschwemmungen und Erdrutschen getötet, mehr als 200 weitere gelten als vermisst.

Die Küstenwache suspendierte unterdessen ihren Stationschef im Hafen von Manila vom Dienst. Erwin Balagas hatte die Fähre trotz Taifunwarnung fahren lassen. "Niemand hat gesagt, dass er haftbar gemacht werden kann, aber er wurde bis zum Ergebnis der Untersuchung suspendiert", sagte ein Sprecher.

Nach seinem tödlichen Zug über die Philippinen traf der zu einem Tropensturm herabgestufte "Fengshen" am Mittwoch auf die chinesische Küste. Die Wirtschaftsmetropolen Shenzhen und Hongkong schlossen vorsorglich alle Schulen, und in der Provinz Guangdong wurden mehr als 13.000 Schiffe in die Häfen zurückbeordert, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. "Fengshen" traf mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 80 Kilometer pro Stunde auf die Küste.

Der Süden Chinas erholt sich derzeit noch von den Folgen von Überschwemmungen Anfang des Monats, bei denen mindestens 63 Menschen ums Leben kamen und 1,6 Millionen evakuiert wurden. Der Sachschaden beträgt Milliarden.

DPA/AP / AP / DPA