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Schießerei in US-Kaserne: Amokläufer betete in Moschee der 9/11-Terroristen

Der mutmaßliche Verantwortliche für das Massaker in der US-Kaserne Fort Hood, Major Nidal Malik Hasan, ist im Krankenhaus zu Bewusstsein gekommen. Zudem wurde bekannt, dass der 39-Jährige offenbar die gleiche Moschee besucht hat wie zwei der Attentäter vom 11. September 2001.

Vier Tage nach dem Amoklauf in einer texanischen Kaserne ist der schwer verletzte Täter seit Montag wieder ansprechbar und in einem stabilem Zustand. Der 39-jährige Psychiater soll am vergangenen Freitag in dem US-Militärstützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen getötet und 38 andere verletzt haben. Wann die Ermittler ihn befragen können, ist aber noch offen.

Allerdings wurde bekannt, dass der mutmaßliche Schütze, Major Nidal Malik Hasan, offenbar die gleiche Moschee besucht hat wie zwei der Attentäter vom 11. September 2001. Für die Mutter Hasans fand am 31. Mai 2001 eine Trauerfeier im Islamischen Zentrum Dar al Hijrah in Falls Church im US-Staat Virginia statt. Die Moschee bei Washington wurde nach Angaben aus Ermittlerkreisen im April 2001 auch von Nawaf al Hazmi und Khalid al Mihdhar besucht, zwei Attentätern des 11. Septembers.

Radikaler Imam feiert den Amokläufer

Imam dieser Moschee war damals der radikale Prediger Anwar al Awlaki, der Hasan am Montag auf seiner Internet-Seite als Helden feierte. US-Geheimdienstbeamte bestätigten die Authentizität der Website. Awlaki reiste 2002 in den Jemen aus, wo er später verhaftet wurde. Im vergangenen Jahr wurde er dort aus dem Gefängnis freigelassen, seither fehlt von ihm jede Spur.

Der parteilose Senator Joe Lieberman verlangte unterdessen auch Ermittlungen innerhalb der Streitkräfte. Es müsse geklärt werden, ob Hinweise auf extremistische Ansichten des Täters missachtet worden seien, sagte der Vorsitzende des Heimatschutzausschusses im Senat. Der Kongress müsse bestimmen, ob das Blutbad am Donnerstag in Fort Hood ein terroristischer Angriff gewesen sei. Wenn erkennbar gewesen sei, dass sich der Täter zu einem islamischen Extremisten entwickelt habe, hätte er aus den Streitkräften entlassen werden müssen, sagte Lieberman dem Fernsehsender Fox News.

AP/DPA / AP / DPA