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Basel und Zürich Klimaaktivisten demonstrieren vor Schweizer Banken - dutzende Festnahmen

Schweiz, Basel: Aktivisten der Gruppe "Collective Climate Justice" blockieren mit Ästen den Eingang von dem UBS-Hauptsitz
Schweiz, Basel: Aktivisten der Gruppe "Collective Climate Justice" blockieren mit Ästen den Eingang von dem UBS-Hauptsitz
© Georgios Kefalas / DPA
Mit Isomatten und Plakaten rücken Klimaaktivisten an und setzten sich vor die Hauptsitze der größten Schweizer Banken. Sie werfen ihnen Mitschuld am Klimawandel vor. Die Polizei musste die Barrikaden räumen, dutzende Aktivisten wurden festgenommen. 

Klimaaktivisten haben am Montag mit einer Blockade der Eingänge der Hauptsitze der beiden größten Schweizer Banken für einen Ausstieg aus der Öl-, Kohle- und Gasförderung demonstriert. Die Organisation "Collective Climate Justice" warf der UBS und der Credit Suisse vor, solche Geschäfte zu finanzieren. Nach mehreren Stunden räumte die Polizei das Gelände - sowohl vor der UBS in Basel als auch vor der Credit Suisse in Zürich. 

Wie die "Basler Zeitung" berichtet, wurde die Demonstration vor der UBS in Basel um 14.15 Uhr aufgelöst. Grund für den Einsatz war demnach eine Strafanzeige der UBS. Die Aktivisten sollen Bankangestellte im Laufe des Tages wiederholt handgreiflich daran gehindert haben, an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Bei der Räumung wurden die Personalien der Demonstranten überprüft. Wer sich nicht ausweisen konnte, wurde von den Beamten unter großem Protest der Demonstranten mitgenommen. Rund eine Handvoll Personen sei verhaftet worden, so die "Basler Zeitung".

Laut Aktivisten 64 Festnahmen in Zürich

In Zürich hat die Polizei bereits am Vormittag eingegriffen. Wie die "Neue Zürcher Zeitung" berichtet, hat die Polizei zunächst die Aktivisten aufgefordert, die Eingänge zu der Credit Suisse zu räumen. Als die nicht geschah, räumten die Beamten die Barrikaden. 64 Aktivisten wurden laut der Organisation "Collective Climate Justice" festgenommen. Die Credit Suisse wollte sich nicht zu den Vorgängen äußern.

Die Aktivisten sehen in den Banken "die Hauptverantwortlichen des Schweizer Finanzplatzes für die weltweite Klimakatastrophe". Die UBS hat nach eigenen Angaben die Finanzierung von Firmen, die das Klima negativ belasten, zurückgefahren. Neue Kohlekraftwerke würden nicht finanziert. Auf der Webseite der Credit Suisse heißt es: "Als globales Finanzinstitut anerkennt die Credit Suisse ihren Teil der Verantwortung bei der Bekämpfung des Klimawandels durch die Unterstützung des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen und klimaresistenten Wirtschaft."

ivi DPA

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