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Schweiz: Viele Schwerverletzte bei Kollision zweier Personenzüge

Schlechte Tage für Busse und Bahnen: Nach der Zugkatastrophe in Spanien und dem schweren Busunglück in Italien kollidierten in der Schweiz zwei Züge frontal. Einer der Lokführer wird vermisst.

Mindestens 40 Menschen sind beim Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge in der Schweiz verletzt worden - fünf von ihnen schwer. Zu der Kollision kam es am Montagabend gegen 19 Uhr in der Ortschaft Granges-près-Marnand im Kanton Waadt, als ein Zug in Richtung des dortigen Bahnhofs rollte, während ein anderer gerade von dort abfuhr.

Wie die beiden Züge der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auf dasselbe Gleis geraten konnten, blieb zunächst unklar. Zudem konnte am späten Abend noch nicht ausgeschlossen werden, dass es bei dem Unglück Tote gab. So wurde einer der beiden Lokführer noch vermisst. "Das war ein enormer direkter Aufprall", sagte ein Augenzeuge im Schweizer Fernsehen.

Zugverkehr im Waadt unterbrochen

Bilder im Internet zeigten zwei ineinander verkeilte Antriebswagen. Der Bahnverkehr zwischen Moudon und Payerne auf der Linie Palézieux - Payerne im Kanton Waadt war unterbrochen. Die Schwerverletzten wurden in das Universitätskrankenhaus von Lausanne gebracht.

Zuletzt hatte es in der Schweiz im Januar ein ähnliches Unglück gegeben, als im Bahnhof Neuhausen am Rheinfall zwei S-Bahnzüge aufeinanderprallten. 17 Menschen wurden dabei verletzt.

dho/DPA / DPA