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Schweres Erdbeben auf den Philippinen Zahl der Todesopfer steigt auf über 100

Nach dem heftigen Erdbeben auf den philippinischen Inseln Bohol und Cebu sind über 100 Tote zu beklagen. Die Zahl könnte weiter steigen. Noch immer suchen Retter nach Verschütteten.

Nach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen sind die Aufräumarbeiten in der Zentralregion der Inseln Cebu und Bohol in vollem Gange. Retter haben am Mittwoch weitere Leichen aus den Trümmern geborgen. Nach Angaben der Behörde für Katastrophenschutz kamen mindestens 99 Menschen ums Leben, die meisten davon nahe des Epizentrums auf der Insel Bohol.

276 Menschen wurden nach diesen Angaben verletzt. 2,8 Millionen Menschen seien von dem Erdbeben betroffen, 12.600 verbrachten die Nacht in Notunterkünften, bei Bekannten oder unter freiem Himmel. Viele Straßen sind nach Erdrutschen unpassierbar, und das Strom funktioniert vielerorts noch nicht.

Das Beben der Stärke 7,2 erschütterte die Inseln 640 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila am Dienstag um 8.12 Uhr Ortszeit (2.12 Uhr MESZ). Das Vulkaninstitut registrierte bis Mittwochmorgen mehr als 700 Nachbeben. Zwölf seien spürbar gewesen.

Erhebliche Schäden

Einwohner und Touristen auf Bohol und Cebu berichteten von erheblichen Schäden an modernen Gebäuden und historischen Bauten. So stürzten nach Aussage eines Augenzeugen Teile einer im 17. Jahrhundert errichteten Kirche auf Bohol ein.

Die Insel Cebu ist mit ihren 2,5 Millionen Einwohnern das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region. Ein Universitätsgebäude, eine Schule, zwei Einkaufszentren, mehrere Märkte und zahlreiche kleinere Häuser wurden dort beschädigt. Die älteste christliche Kirche der Philippinen in der Inselhauptstadt Cebu City wurde nach Angaben eines Regierungssprechers ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen. Laut Medienberichten mussten mehrere Patienten eines Krankenhauses in Sicherheit gebracht werden, nachdem ein Feuer in dem Gebäude ausgebrochen war.

Die bisher schwerste Naturkatastrophe auf den Philippinen hatte sich 1976 ereignet. Ein Erdbeben samt Tsunami traf die Inseln Sulu und Mindanao, mindestens 5000 Menschen wurden in den Tod gerissen. Die Flutwellen überschwemmten rund 700 Kilometer Küste und verwüsteten viele Orte.

jwi/DPA/AFP DPA

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