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+++ Silvester kompakt +++: Polizei in Leipzig findet zwei abgetrennte Finger

Unter dem Schutz eines Großaufgebots von Polizei und Sicherheitskräften haben Hunderttausende ins neue Jahr gefeiert. Im Großen und Ganzen blieb es friedlich, es gab aber auch in diesem Jahr unschöne Zwischenfälle - der Überblick.

In diesem Jahr sicherte ein Großaufgebot der Polizei Silvesterfeiern in Deutschlands Großstädten. Hier steht ein Räumpanzer auf der Alten Brücke in Frankfurt am Main.

In diesem Jahr sicherte ein Großaufgebot der Polizei Silvesterfeiern in Deutschlands Großstädten. Hier steht ein Räumpanzer auf der Alten Brücke in Frankfurt am Main.

+++ Rettungskräfte gezielt mit Raketen beschossen +++

Ein Feuerwehrmann ist in Augsburg nach ersten Erkenntnissen gezielt mit einer Silvesterrakete beschossen worden. Der Mann sei in der Nacht unter anderem am Auge verletzt worden, teilte ein Sprecher am Sonntag mit. Auch die Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr, die dem Mann hätten helfen wollen, seien mit Silvesterkrachern und -raketen beschossen und behindert worden. Der Feuerwehrmann habe trotz der Verletzung weitergearbeitet, um seine Kollegen zu unterstützen. "Ich bin schockiert, wenn Mitbürger Silvesterraketen auf Mitmenschen richten. Es macht mich traurig und fassungslos, Kollegen werden behindert, wenn sie helfen wollen", so der Sprecher der Feuerwehr.

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+++ Polizei in Leipzig findet in Silvesternacht zwei abgetrennte Finger +++

Die Polizei in Leipzig hat in der Silvesternacht zwei vermutlich von Feuerwerk abgesprengte Finger gefunden. Diese hätten in einem Fußgängertunnel am Hauptbahnhof gelegen, teilte die Polizei am Sonntagmorgen mit. Später habe sich herausgestellt, dass die Finger einem Mann gehörten, der nach Mitternacht in die städtische Notfallaufnahme eingeliefert worden war. Die Beamten brachten die Gliedmaße ins Krankenhaus. Der Unfall sei "mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Böllern passiert", sagte ein Sprecher.

+++ 14 Schwerverletzte bei Böller-Unfällen in Berlin +++

Beim Hantieren mit Feuerwerk haben sich in der Silvesternacht wieder etliche Menschen schwer verletzt. Bis zum frühen Sonntagmorgen seien im Unfallkrankenhaus Berlin 14 Menschen mit schweren, durch Feuerwerk verursachten Verletzungen behandelt worden, sagte eine Pressesprecherin. In den meisten Fällen hätten explodierende Böller Körperteile abgerissen oder diese so schwer verletzt, dass sie amputiert werden mussten. Unter den Schwerverletzten war auch ein Kind. Ein Mann wurde mit schweren Gesichtsverletzungen in die Klinik gebracht. In der Silvesternacht vor einem Jahr waren insgesamt 21 Menschen mit durch Sprengstoff verursachten Verletzungen in das Unfallkrankenhaus in Marzahn eingeliefert worden.

+++ Hunderttausende feiern Silvester am Brandenburger Tor +++

Mit einem Feuerwerk am Brandenburger Tor haben hunderttausende Menschen in Berlin das neue Jahr begrüßt. Die große Mehrheit der Besucher habe ausgelassen und friedlich gefeiert, erklärte der Einsatzleiter der Polizei, Andreas Sydow, nach dem Ende der Silvesterfeier im Kurzbotschaftendienst Twitter. Vereinzelt seien Frauen auf der Festmeile sexuell belästigt worden, diesen Fällen werde nachgegangen.

Rund 1500 Polizisten und 600 Ordner sorgten nach Angaben der Veranstalter auf der Partymeile für Sicherheit. Nach dem Lkw-Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt Mitte Dezember war die Festmeile zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule mit Zäunen, Betonblöcken und Fahrzeugen abgeriegelt. Besucher wurden streng kontrolliert, Feuerwerkskörper und andere gefährliche Gegenstände waren verboten. Polizisten waren auch mit Maschinengewehren im Einsatz.

DPA/AFP