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Einkaufszentrum in St. Petersburg: Selbstgebauter Sprengsatz verletzt neun Menschen - Terror-Hintergrund nicht ausgeschlossen

Aufregung in der zweitgrößten Stadt Russlands: In einem Einkaufszentrum in St. Petersburg ist ein selbstgebauter Sprengsatz explodiert - neun Menschen wurden verletzt. Die Ermittler schließen einen terroristischen Hintergrund bisher nicht aus.

St. Petersburg: Selbstgebauter Sprengsatz verletzt neun Menschen in Einkaufszentrum

In der russischen Stadt St. Petersburg hat eine offenbar mutwillig herbeigeführte Explosion zu Verletzten geführt (Symbolbild)

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Bei der Explosion eines Sprengsatzes in einem Einkaufszentrum der zweitgrößten russischen Stadt St. Petersburg sind neun Menschen verletzt worden. Das meldete die Agentur Tass unter Berufung auf die Lokalverwaltung im Nordosten der Stadt. Explodiert sei ein selbstgebauter Sprengsatz mit einer Sprengkraft von 200 Gramm Dynamit, sagte Swetlana Petrenko, Sprecherin des Staatlichen Ermittlungskomitees in Moskau. Die Bombe sei zusätzlich mit Metallteilen gespickt gewesen.

St. Petersburg: Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Ermittelt werde wegen versuchten Mordes. Kein mögliches Motiv werde ausgeschlossen, sagte Petrenko, nachdem es zunächst geheißen hatte, es werde nicht von einem Terroranschlag ausgegangen. Die Behörde schickte erfahrene Beamte aus Moskau, um den Fall zu untersuchen. Nach örtlichen Medienberichten ereignete sich die Explosion im Schließfach eines Supermarkts.

Im April waren bei einem islamistischen Bombenanschlag auf die U-Bahn in St. Petersburg 15 Menschen getötet worden.

fs / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?