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USA Auf ihrem Becher stand "Monkey": Kundin wirft Kaffee-Kette Starbucks rassistische Beleidigung vor

Eine Filiale der Kaffee-Kette Starbucks
Eine Filiale der Kaffee-Kette Starbucks
© Dean Pictures / Imago Images
Monique Pugh erhielt in einer Starbucks-Filiale in Maryland einen Kaffeebecher, auf dem ihr Name als "Monkey" angegeben war. In den USA ist das eine beleidigende Bezeichnung für schwarze Menschen.

Dummer Fehler oder rassistische Beleidigung? Da sind sich derzeit eine Frau aus Annapolis, Maryland, und die Kaffee-Kette Starbucks uneins. Monique Pugh wollte in einer Filiale in ihrer Heimatstatt wie gewohnt einen Frappucino kaufen. Sie bestellte, nannte der Barista ihren Namen und wartete. Als sie ihre Bestellung entgegennahm, erlebte sie jedoch einen Schock: Auf dem Plastikbecher stand nicht ihr Name, sondern "Monkey" – Affe.

Sie spürte, dass etwas falsch gelaufen war, als ein anderer Mitarbeiter sie aufrufen wollte. "Ich sehe aus der Entfernung, wie ein Barista den Becher anhebt, mit einem seltsamen Blick draufschaut und dann nur 'Venti Caramel Frappucino' ruft und sich zurückzieht." Normalerweise wird nicht die Bestelung ausgerufen, sondern der Vorname des Kunden, der bei der Bestellannahme mit Edding auf den Becher geschrieben wurde.

Starbucks-Kaffee mit der Aufschrift "Affe"

Monique Pugh vermutet, dass der Mitarbeiter nicht den beleidigenden Begriff rufen wollte, der auf dem Becher stand. "Monkey" gilt als abfällige Bezeichnung vor allem für schwarze Menschen – und die Frau gibt an, dass sie zu diesem Zeitpunkt die einzige Schwarze im Laden der Kaffee-Kette war. "Das war einer dieser Momente, in denen dir das Herz in die Hose rutscht und du nur denkst: Wie bitte?", sagt sie gegenüber "Insider".

Eine Filiale der Kaffee-Kette Starbucks
Eine Filiale der Kaffee-Kette Starbucks
© Dean Pictures / Imago Images

Sie stellte zudem fest, dass auch ihre Kaffeebestellung nicht richtig ausgeführt worden war. Als sie sich bei einem der Mitarbeiter beschwerte und auch den Becher mit dem beleidigenden Schriftzug vorzeigte, sei sie abweisend behandelt worden. "Andere Kunden starrten mich an, ich habe mich einfach nur geschämt", so die schockierte Kundin.

Mitarbeiterin wurde suspendiert

Inzwischen hat sich Starbucks zu dem Vorfall geäußert. Zwar habe eine Untersuchung ergeben, dass es sich um ein "Versehen gehandelt" habe, dennoch bekommen alle Mitarbeiter der entsprechenden Filiale nun noch einmal eine spezielle Schulung, das Wort "Monkey" darf als Name nicht mehr auf Bechern notiert werden – und die Mitarbeiterin, die Monique Pughs Bestellung aufgenommen hatte, wurde suspendiert. "Wir hoffen, diese Handlungen zeigen, dass wir den Vorfall sehr ernst nehmen", heißt es in einem Statement.

Quelle:  "Insider"

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