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Statistik zu Verkehrstoten: Weniger Menschen sterben bei Verkehrsunfällen

Das Risiko, im Verkehr tödlich zu verunglücken, sinkt. Vor allem auf Autobahnen und Landstraßen werde es in diesem Jahr deutlich weniger Tote geben, schätzen die Statistiker.

Die Zahl der Verkehrstoten wird in diesem Jahr voraussichtlich um sieben Prozent auf rund 3700 sinken, aber nicht den Tiefststand von 2010 erreichen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf der Basis von Schätzungen mit. Bei den Verletzten sei ein Rückgang um ein Prozent auf rund 389.000 zu erwarten. Als einen möglichen Grund nannten die Statistiker das schlechte Wetter. Der Sommer war verregnet - und bei Regen fahren die meisten Menschen langsamer, auch seien weniger Fußgänger und Radfahrer unterwegs.

Vor allem auf Autobahnen erwarten die Statistiker ein deutliches Minus bei den tödlich Verunglückten: Von Januar bis September sei ihre Zahl dort im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,2 Prozent gesunken. Auf Landstraßen außerhalb von Ortschaften ging die Zahl der Verkehrstoten um 8,5 Prozent zurück. Die bisher wenigsten Verkehrstoten waren 2010 gezählt worden, damals starben auf Deutschlands Straßen 3648 Menschen. Davor waren die Zahlen stetig gesunken, doch 2011 hatte es wieder einen Anstieg um zehn Prozent gegeben. 1990 waren noch mehr als 11.000 Verkehrsteilnehmer ums Leben gekommen.

Zum Rückgang in diesem Jahr dürfte nach Einschätzung der Statistiker das Wetter beigetragen haben: "Bei schlechtem Wetter ereignen sich zwar mehr Unfälle, es bleibt aber häufiger bei Sachschäden." Bei Regen oder Schnee werde langsamer gefahren, auch seien dann weniger Fußgänger und Radfahrer unterwegs. Die Auswertung der ersten neun Monate zeige, dass fast 17 Prozent weniger Motorradfahrer und 8,5 Prozent weniger Fußgänger im Straßenverkehr starben als im gleichen Vorjahreszeitraum.

nw/DPA / DPA
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