VG-Wort Pixel

Weil er Torero werden will Stierkampf-Gegnerin wünscht krebskrankem Jungen den Tod

Toreros in Valencia tragen Adrian durch die Stierkampfarena
Adrians großer Tag: Um ihm eine Freude zu machen, trugen Toreros in Valencia den Achtjährigen am vergangenen Wochenende durch die Stierkampfarena.
© Manuel Bruque/DPA
Der achtjährige Adrian leidet an Knochenkrebs, dennoch träumt er davon, Torero zu werden. Eine Tierschützerin ist darüber so empört, dass sie den Jungen auf Twitter in unfassbarer Weise attackiert.

Ein krebskranker Junge in Spanien ist wegen seiner Vorliebe für Stierkämpfe von einer Tierschützerin im Kurznachrichtendienst Twitter brutal attackiert worden. "Er soll sterben, und zwar sofort", schrieb die Frau und löste damit heftige Reaktionen aus. Der Hintergrund: Der Traum des kleinen Adrian, der am Ewing-Sarkom (Knochenkrebs) leidet, ist es, Torero zu werden und in den großen Arenen seiner Heimat aufzutreten.

"Adrian, du wirst sterben!"

Um dem Achtjährigen eine Freude zu machen, hatten Toreros in Valencia Adrian vor wenigen Tagen nach einem Stierkampf auf den Schultern durch die Arena getragen. Nachdem die Bilder in Medien veröffentlicht worden waren, kam es zu der wütenden Reaktion der Tierschützerin, die unter einem Pseudonym schreibt. "Ein krankes Kind, das gesund werden möchte, um unschuldige und gesunde Tiere zu töten, die auch nur leben möchten - Adrian, du wirst sterben!", hieß es in dem Tweet.

Die Zeitung "El Mundo" kommentierte am Montag: "Manche Tweets erzeugen noch mehr Erbrechen als die Chemotherapie im Körper von Adrian." Die Stiftung Toro de Lidia (Kampfstier) kündigte an, die Verfasserin ausfindig zu machen und rechtliche Schritte gegen sie einleiten zu wollen.In Spanien kommt es immer wieder zu Protesten aufgebrachter Tierfreunde, die ein Ende der blutigen Corridas fordern. Erst im Juli hatten zahlreiche Menschen auf sozialen Netzwerken den Tod des Toreros Victor Barrio gefeiert.

mad DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker