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Tipps und Tricks: So fotografieren Sie den Supermond am besten

Der Supermond kommt: In der Nacht von Montag auf Dienstag ist der Mond der Erde so nah wie selten – und zeigt sich in seiner vollen Pracht. Damit man den Anblick auch schön auf ein Foto bekommt, sollte man ein paar Tricks anwenden. 

Supermond über Berlin

Bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag konnte man vielerorts den Supermond bestaunen

Dieser Montag ist Mondtag! Groß und rund wird er am Himmel zu sehen sein. Denn der Mond kommt der Erde so nah wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Um 14.52 Uhr beginnt die Vollmondphase, aufgehen wird er kurz nach 17 Uhr. Und dann sehen wir einen Vollmond, so groß und hell wie selten.

Doch vom Supermond dürfte in der Nacht zum Dienstag vielerorts kaum etwas zu sehen sein. Regenwolken verdecken das Himmelsschauspiel in weiten Teilen Deutschlands, wie die Meteorologin Magdalena Bertelmann vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach sagte. "Am besten sind die Chancen im Südosten, vor allem in Bayern – allerdings auch nur am Abend und in der ersten Nachthälfte. Dann ziehen auch dort Wolken auf."
Wer jedoch freie Sicht auf das ungewöhnliche Naturschauspiel hat, sollte beim fotografieren einige Dinge beachten, damit es zu keiner Enttäuschung kommt:


Unser Bildredakteur Alexandru Pasca hat die wichtigsten Tipps und Tricks zusammengefasst:

Den Supermond ins Verhältnis setzen

Viele Fotografen entscheiden sich, ein Motiv vor dem Mond zu platzieren. Dabei kann es sich um Menschen, Architektur, Pflanzen etc. handeln. Der Grund dafür ist die Darstellung von Proportionen und das Spiel damit. Ein Beispiel: Viele kennen den Eiffelturm und haben ein Gefühl dafür, wie groß er im Verhältnis zu uns Menschen ist. Setzt man ihn als Motiv vor den Supermond, bekommt man ein Gefühl für die Größe.

Die richtige Optik 

Auf den Bildern der Profifotografen wirkt der Mond meist so,  wie man sich einen Supermond vorstellt: riesengroß. Damit das auf privaten Bildern auch so aussieht, ist die richtige Optik entscheidend. Ein Teleobjektiv ist wichtig, damit um den Mond herum so wenig Umgebung wie möglich eingefangen wird. Im besten Fall nutzt man ein Objektiv mit einer Brennweite ab 200 Milimeter. Bei Smartphones kann man versuchen, so nah wie möglich heranzuzoomen, dies hat aber die Folge, dass man an Bildqualität verliert.

Blitz oder kein Blitz?

Die Frage des Blitzeinsatzes stellt sich nur dann, wenn es darum geht, das gewählte Motiv vor dem Mond beleuchten zu wollen. (Bis zum Mond reicht der Blitz nämlich noch nicht.) Zwar entscheiden sich die meisten Fotografen für ein Schattenspiel – das Motiv im Vordergrund ist dunkel, der hell erleuchtete Mond im Hintergrund. Möglich ist es jedoch, Personen im Vordergrund mit dem Blitz zu beleuchten. Bei guter Anwendung der Blitzanlage können so schöne Portraits mit dem Supermond im Hintergrund entstehen.

Fokus und Helligkeit

Zuletzt ist es wichtig, das Fokussieren und Belichten nicht zu vergessen. Mit einem Handy ist es recht einfach, da die meisten per Touchfunktion einzustellen sind. Man wählt einen Ausschnitt aus und tippt mit dem Finger auf den Mond. Die Kamera wird automatisch darauf fokussieren und die passende Helligkeit zum Mond herstellen. 

Braucht man ein Stativ?

Ein Stativ ist sinnvoll, da die Verwackelungsgefahr bei diesen Lichtverhältnissen sehr hoch ist und dann die Mondkrater nicht deutlich dargestellt werden können. 

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Am besten lässt sich der Supermond, wenn es die Wolkendecke zulässt, zwischen 17 Uhr und 18 Uhr fotografieren. Er dürfte dann am östlichen Horizont gut erkennbar sein. 


stb mit dpa
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