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Verdächtiger auf der Flucht Terrorfahnder jagen diesen 26-jährigen Mann


Sieben Attentäter sind tot, nun jagt die Polizei einen achten Terrorverdächtigen mit einem offiziellen Fahndungsfoto. Auch über drei der getöteten Attentäter gibt es mittlerweile Details.

Die französische Polizei hat nach den Anschlägen von Paris das Fahndungsfoto eines Verdächtigen veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Der 26-jährige Salah Abdeslam sei "gefährlich", warnten die Behörden am Sonntagabend.

Abdeslam sei Bruder eines Attentäters und stehe im Verdacht, gemeinsam mit einem anderen Bruder an der Planung der Anschläge beteiligt gewesen zu sein, hieß es in Justizkreisen. Dieser sei inzwischen in Belgien festgenommen worden. Der 26-Jährige wird mit einem internationalen Haftbefehl aus Belgien gesucht. Wer Informationen über den Aufenthaltsort des in Brüssel geborenen Mannes hat, soll umgehend eine Notfallnummer wählen. 

 

Drei tote Attentäter identifiziert

Derweil teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit, dass bislang die Leichen von drei der sieben Selbstmordattentäter identifiziert worden seien. Bei zwei Männern handle es sich um Franzosen, die zuletzt in Belgien gelebt hätten, erklärte Staatsanwalt François Molins. Sie seien anhand von Fingerabdrücken identifiziert worden.

Die Leichen der 20 und 31 Jahre alten Männer wurden demnach nahe des Stade de France und in einem Restaurant auf dem Boulevard Voltaire gefunden, wo sich die Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hatten. Bereits am Samstag war ein anderer Selbstmordattentäter identifiziert worden, der 29-jährige Franzose Omar Ismail Mostefai.

Spuren nach Belgien und Syrien

Bei den Anschlägen auf mehrere Restaurants, eine Konzerthalle und ein Fußballstadion kamen am Freitagabend mindestens 129 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Die meisten Spuren zu den Attentätern weisen in die belgische Islamisten-Szene.

Bei einem der Angreifer war zudem ein syrischer Pass gefunden worden. Der Besitzer des Passes war Anfang Oktober über Griechenland in die Europäische Union eingereist. Auch bei einem zweiten Attentäter besteht der Verdacht, er könne in einem Flüchtlingstrek via Türkei in die EU gekommen sein.

bak AFP Reuters

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