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Texas Mutter lässt Kinder im Auto - jetzt sind beide Mädchen tot

Immer wieder sterben Kinder, welche im Sommer im Auto gelassen werden, an Überhitzung. Diesen grausamen Tod möchte der zehn Jahre alte Bishop aus Texas kein Kind mehr erleben lassen. Mit seiner Erfindung aus dem 3D-Drucker beeindruckt er bereits jetzt in seinen Jungen Jahren die Wissenschaft.
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Die Schwestern Addyson und Brynn aus Texas wurden nur zwei und ein Jahr alt. Ihre Mutter hatte die beiden Mädchen 15 Stunden lang in einem heißen Wagen sitzen lassen - absichtlich. 

"Das ist mit Abstand der schrecklichste Fall von Kindeswohlgefährdung, den ich in 37 Jahren gesehen habe." Mit diesen Worten steht Rusty Hierholzer derzeit in sämtlichen amerikanischen Medien. Hierholzer ist Sheriff in Kerr County im US-Bundesstaat Texas und hat in seinem Job schon einiges erlebt. Was er in diesen Tagen allerdings der Presse mitteilen musste, erschütterte den Sheriff zutiefst: Am Donnerstag starben in seinem Einsatzgebiet zwei kleine Mädchen. Die Mutter hatte die beiden Kinder 15 Stunden lang in ihrem heißen Wagen sitzen lassen. Absichtlich.

Mutter lässt Kinder im Wagen – 15 Stunden lang

Der grausame Vorfall trug sich am Dienstag am Flat Rock Lake in Texas zu. Die Mutter, eine 19-jährige Amerikanerin, hatte ihre beiden Töchter Addyson und Brynn mit zum See genommen. Dort vertrieb sich die Frau den Abend und den nächsten Morgen mit Freunden, ihre Kinder ließ sie im Wagen. Von Dienstagabend bis Mittwochmittag, insgesamt 15 Stunden lang.

"Sie ließ die Kinder im Wagen - absichtlich", erklärte Sheriff Hierholzer später der Presse, "während sie und ihr 16-jähriger Kumpel in einem Haus waren. Die gesamte Nacht." Manch einer habe die Kinder noch nachts weinen hören, berichten amerikanische Medien. Nach den Kleinen geschaut habe allerdings niemand.

Erst baden, dann ins Krankenhaus

Erst am nächsten Tag, gegen die Mittagszeit, holte die Mutter den Berichten zufolge die Mädchen aus dem Wagen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden Kleinen das Bewusstsein bereits verloren. Doch anstatt ihre Kinder ins Krankenhaus zu bringen, soll die 19-Jährige die Mädchen erst noch gebadet haben. Erst dann habe die junge Frau, in Begleitung ihres 16-jährigen Freundes, die Fahrt in die Klinik angetreten, berichten US-Medien.

Dort angekommen soll die Mutter angegeben haben, die Kinder hätten "an Blumen gerochen" und seien daraufhin zusammengebrochen. "Sie sagten, sie dachten, vielleicht wären die Kinder an etwas Giftiges geraten", berichtete Sheriff Hierholzer. 

Bis zu 30 Grad Celsius im Wagen

Doch diese Geschichte entpuppte sich schnell als Schwindel. Dem Polizeibericht zufolge brachte die Mutter die Mädchen nur aus einem Grund nicht sofort ins Krankenhaus: Sie wollte keinen Ärger. Als sie sich später dennoch dazu entschloss, die Kinder einzuliefern, war es bereits zu spät: Die Ärzte konnten ihre Leben nicht mehr retten. Die Mädchen starben am Donnerstag. Zur Todesursache gab sich Sheriff Hierholzer bedeckt, erklärte aber: Am Mittwoch hätten teilweise über 30 Grad Celsius geherrscht. Die Schwestern Addyson und Brynn wurden nur zwei und ein Jahr alt. Ihre Mutter wurde verhaftet.

pg

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