HOME

Tony Abbott: Ex-Premier legt bei "wilder Party" Tanz auf Tisch hin

Nach seiner Absetzung als australischer Premierminister soll Tony Abbott ordentlich gefeiert haben. Dabei ging ein Tisch zu Bruch, auf dem er getanzt haben soll - oben ohne. Nun will der Politiker den Schaden begleichen.



Tony Abbott

Laut der "Herald Sun" gab es nach Tony Abbotts Ausscheiden aus dem Amt einen Umtrunk bis in die Morgenstunden

Nach einer Medienberichten zufolge "wilden Party" nach dem Verlust seines Amts als australischer Premierminister will Tony Abbott die Kosten für einen zu Bruch gegangenen Tisch übernehmen. "Bei der Veranstaltung wurde ein Kaffeetisch beschädigt", erklärte Abbott am späten Montagabend, nachdem der Vorfall bei einer Parlamentsanhörung bekannt geworden war. "Es war meine Veranstaltung, also übernehme ich die Verantwortung dafür."

Abbott räumte ein, dass er nach seiner Absetzung als Premier in Folge einer parteiinternen Wahl am 14. September mit Mitarbeitern und Kollegen in einem Kabinettsraum einen Umtrunk veranstaltet habe. Bei der Parlamentsanhörung am Montag wurden Berichte bekannt, wonach der "kleine runde Marmortisch durch eine Person beschädigt worden sein könnte, die darauf stand oder tanzte". Am nächsten Morgen seien Stücke der Tischplatte auf dem Boden und später in verschiedenen Büros entdeckt worden.

Umtrunk bis in die Morgenstunden

Anhänger von Abbotts Liberaler Partei wiesen Berichte einer "wilden Party" indes zurück. Laut der "Herald Sun" soll sich der Umtrunk bis in die Morgenstunden hingezogen haben, Abbott selbst tanzte demnach kurzzeitig ohne Hemd. Mitarbeiter des Ex-Premiers hätten Teile des Tisches als Andenken behalten. Der damalige Verkehrsminister Jamie Briggs dementierte Berichte, er sei vom Tisch gefallen und sitze seitdem im Rollstuhl.

Medienberichten zufolge sind die vielen australischen Regierungschefs der vergangenen Jahre - fünf in fünf Jahren - Partys nach ihrem Amtsverlust nicht abgeneigt. Ex-Premier Kevin Rudd soll mitten im Winter in Klamotten in einen Pool geworfen worden sein, nachdem er 2010 gegen seine Stellvertreterin Julia Gillard verloren hatte.

amt / AFP
Themen in diesem Artikel