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Tornado in Oklahoma: Zahl der Opfer wird nach unten korrigiert

Nach dem Tornado war das Chaos in Moore groß. So groß, dass die Einsatzkräfte den Überblick verloren. Daher mussten sie nun die Opferzahl erheblich korrigieren - glücklicherweise nach unten.

Bei der Tornado-Katastrophe in Moore im US-Bundesstaat Oklahoma sind nach jüngsten Behördenangaben weniger Menschen ums Leben gekommen als bisher genannt. Die Gerichtsmedizin in Oklahoma City korrigierte die Zahl der Todesopfer am Dienstag auf 24, nachdem sie zuvor von 51 registrierten Toten gesprochen hatte. Zudem hatte die Behörde erklärt, Bergungstrupps hätten von 40 weiteren Toten gesprochen, die aber noch nicht in die Gerichtsmedizin gebracht worden seien. So kam die Opferzahl von 91 in Umlauf.

Leichen sind fast alle identifiziert

Einige Leichen seien möglicherweise doppelt gezählt worden, hieß es. "Es herrschte viel Chaos", sagte eine Behördenvertreterin zur Begründung für die neuen Zahlen. Bis auf drei seien alle Leichen identifiziert.

Derzeit ist unklar, wie viele Menschen noch vermisst werden. Zuletzt galten zwei Dutzend Kinder in einer Grundschule als verschüttet.

Der Wirbelsturm war am Montagnachmittag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 320 Kilometern pro Stunde über den Ort Moore hinweggefegt. Er hinterließ eine rund drei Kilometer breite Schneise der Verwüstung in dem Vorort von Oklahoma City, der schon 1999 durch einen Tornado schwer getroffen worden war. Mehr als 230 Menschen seien in der Vorstadt Moore verletzt worden, berichtete der Lokalsender KFOR-TV unter Berufung auf Behörden. Knapp 150 mussten laut Medienberichten in einer Klinik behandelt werden. Hunderte verloren ihr Zuhause. Präsident Barack Obama rief den Notstand aus und ordnete Hilfe des Bundes an.

Obama verspricht schnelle Hilfe

"Der gesamte Fokus unserer Nation richtet sich auf die dringende Rettungsarbeit", sagte Obama im Weißen Haus in Washington. Die Stadt Moore vor den Toren der Metropole Oklahoma City werde von der Bundesregierung alles erhalten, was sie benötige. Der Leiter der Katastrophenschutzbehörde Fema sei bereits am Ort. Helfer aus dem ganzen Land hätten ihre Arbeit aufgenommen.

Der Präsident betonte, dass die genaue Totenzahl und das Ausmaß des Schadens noch unklar seien. Vor allem die vielen verängstigten Kinder aus den betroffenen Schulen benötigten nun "Liebe und Aufmerksamkeit". "Da sind nun leere Flächen wo einst Wohnzimmer und Schlafzimmer und Klassenzimmer waren. Und wir müssen diese Orte bald wieder mit Liebe und Lachen und Gemeinschaft füllen", sagte Obama.

swd/Reuters/AFP / Reuters