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Toronto, Kanada Zwei Männer wären um Haaresbreite in einem Fahrstuhl gestorben - durch Ertrinken

In Toronto wären beinahe zwei Männer in einem Fahrstuhl ertrunken: Knöpfe in einem Fahrstuhl in der Nahaufnahme
Als das Wasser in den Fahrstuhl schoss, habe das Notrufsystem des Fahrstuhls ausgesetzt, berichten die beiden Männer aus Toronto
© Lukas Schulze/ / Picture Alliance
Zwei Albtraumszenarien in einem: Im kanadischen Toronto sind zwei Männer in einem Fahrstuhl stecken geblieben, in dem sie dann auch noch zu ertrinken drohten. Als die Polizei sie befreite, stand das Wasser schon bis wenige Zentimeter unter der Decke.

Zwei Männer wären fast in einem Fahrstuhl in Toronto, Kanada ertrunken. Als die Helfer sie befreiten, hätten sie noch ungefähr 30 Zentimeter Luftraum zum Atmen gehabt, zitiert die britische BBC eine Polizeisprecherin. Das Wasser habe zwei Meter hoch in dem steckengebliebenen Fahrstuhl gestanden. Die beiden Männer hätten auf den Handläufen der Kabine gestanden, um ihre Köpfe über Wasser zu halten.

Starke Regenfälle hatten in der kanadischen Stadt am Dienstag für weitreichende Überschwemmungen und Stromausfälle gesorgt. Straßen waren überflutet, Menschen mussten aus umhertreibenden Autos gerettet werden. Die beiden Männer aus dem Fahrstuhl arbeiten laut "Global News" in einem Tech-Start-up und waren nach Überstunden im Lift ihres Gebäudes steckengeblieben. 

"Wir hatten mitbekommen, dass wohl ein bisschen Wasser in die Tiefgarage laufen könnte, also wollten wir runter und mein Auto umparken", wird einer der beiden zitiert. Sein Kollege sei nur zufällig mitgekommen. "Glücklicherweise, denn nur er hatte ein Handy dabei."

Toronto: Fahrstuhl unter Wasser, kein Empfang

Plötzlich habe der Fahrstuhl angehalten und Wasser sei in die Kabine geschossen. Innerhalb weniger Minuten sei der Lift bis zur Hüfte der Männer geflutet gewesen. "Wir hatten Panik, weil wir keinen Empfang hatten." Der Notruf in der Kabine habe nicht mehr funktioniert.

Die beiden hätten daraufhin versucht, die Decke des Fahrstuhl zu öffnen. Allerdings sei ihnen das nur bedingt gelungen. Sie hätten lediglich einen Spalt geöffnet bekommen, durch den sie das Handy stecken konnten, um ein Empfangssignal zu erhalten. Rund 20 Minuten, nachdem sie den Fahrstuhl betreten hatten, hätten sie so einen Notruf absetzen können. 

Wenig später seien Polizisten vor Ort gewesen und hätten sie in letzter Minute vor dem inzwischen langsamer steigenden Wasser gerettet. Mit einem Brecheisen hätten die Beamten die Fahrtsuhltüren aufgestemmt und die beiden Männer befreit. Sie wurden mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

fin

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