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Bayern: Vermisster Mann mit Stahlhelm lebt einen Monat im Wald und ernährt sich von Pflanzen

Mitte Januar verschwand ein Mann in Baden-Württemberg. Gesucht wurde auch im benachbarten Bayern - zunächst ohne Erfolg. Doch dann fiel einem Autofahrer ein merkwürdiger Mann mit Stahlhelm auf einem Waldweg auf.

Der Mann ernährte sich von Pflanzen aus dem Wald (Symbolbild)

Der Mann ernährte sich von Pflanzen aus dem Wald (Symbolbild)

Im bayerischen Treuchtlingen ist ein Mann aus Baden-Württemberg entdeckt worden, der seit Mitte Januar vermisst gemeldet war. Das bestätigt ein Polizeisprecher auf stern-Anfrage. Zuvor hatte die "Augsburger Allgemeine" darüber berichtet.

Nachdem Gegenstände des 53-Jährigen in Bayern gefunden worden waren, hatte die Polizei Ende Januar eine Fahndungsmeldung herausgegeben. Darin stand, der Mann aus Bad Mergentheim trage vermutlich einen auffälligen mit der Aufschrift "Jesus lebt". Dieser fiel dann auch am Donnerstag einem Autofahrer auf, der den Mann mit Stahlhelm auf dem Kopf an einem Waldweg sah. Bei einer anschließenden Verkehrskontrolle berichtete er Polizeibeamten von seiner merkwürdigen Beobachtung. Die wiederum erinnerten sich an den Fahndungsaufruf, fuhren zu der Stelle in dem Waldstück und fanden dort den vermissten Mann.

Treuchtlingen: Mann ernährte sich von Pflanzen

Der 53-Jährige will sich eigenen Angaben zufolge hauptsächlich von Pflanzen ernährt und an Unterständen und Bushaltestellen geschlafen zu haben. Er sei die meiste Zeit seit seinem Verschwinden Mitte Januar im Freien unterwegs gewesen. Laut Polizei war er abgemagert, aber wohlauf. Die Beamten nahmen ihn mit auf die Wache und informierten dessen Sohn, der aus dem benachbarten anreiste. In der Wartezeit wurde der Mann der "Augsburger Allgemeinen" zufolge von den Polizisten mit "Brotzeiten der Kollegen" versorgt. Er habe sich sehr interessiert an der Arbeit in der Polizeiinspektion gezeigt.

Warum der Mann offenbar freiwillig rund einen Monat auf der Straße und im Wald lebte, ohne seine Familie darüber zu informieren, blieb offen. Die konnte dem stern gegenüber keine Angaben dazu machen. Dem Fahndungsaufruf aus dem Januar zufolge sei der Mann seit einem schweren Verkehrsunfall vor zwei Jahren auf Medikamente angewiesen und habe sich daher möglicherweise "in einer hilflosen Lage" befunden.

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