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Bremen in den USA: Frau schießt nach Streit auf Autofahrer und trifft versehentlich eigenen Ehemann in den Kopf

Im US-Bundesstaat Alabama sitzt eine Frau in Haft, weil sie laut Polizei versehentlich auf ihren Ehemann geschossen hat. Eigentlich sollte ihre Wut ein anderer Autofahrer abbekommen.

Der jungen Frau aus Bremen im US-Bundesstaat Alabama wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen

Der jungen Frau aus Bremen im US-Bundesstaat Alabama wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen

Im US-Bundesstaat Alabama ist eine Frau festgenommen worden, weil sie ihrem Mann versehentlich in den Kopf geschossen hat. Das berichten unter anderem CNN, CBS12 und das Lokalportal Al.com. Demnach eskalierte bereits am Samstagabend ein Streit unter Autofahrern auf einem Highway nahe der Stadt Dodge City. Der Zoff soll sich über rund zehn Kilometer bis ins benachbarte kleine Städtchen Bremen hingezogen haben. Die festgenommene Frau habe dort versucht, mit einer Feuerwaffe auf das andere Auto zu schießen und habe aus Versehen ihren Ehemann in den Kopf getroffen. Das Paar lebe auch Bremen, das nach seinem deutschen Pendant benannt ist.

Anklage wegen versuchten Mordes

Rettungskräfte hätten den Mann sofort auf die Intensivstation des knapp 70 Kilometer entfernten Universitätskrankenhauses in Birmingham gebracht. Dort verweilt er laut CNN noch immer, befinde sich aber in "stabilem Zustand". Die 31-jährige Ehefrau des Opfers werde gegen eine Kaution 30.000 US-Dollar im Gefängnis festgehalten. Angeklagt sei sie unter anderem wegen versuchten Mordes, schwerer Körperverletzung und rücksichtsloser Gefährdung Dritter.

Worum es in dem Disput mit den anderen Autofahrern ging, ist ebenso wenig bekannt wie die Art der Schusswaffe, mit der die junge Frau gefeuert hat.

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Zahlreiche Todesopfer durch Schusswaffen jedes Jahr

In den USA kommen jedes Jahr zahlreiche Menschen bei Unfällen oder Angriffen mit Schusswaffen ums Leben. Allein 2017 waren es rund 40.000 Menschen und damit mehr als durch Verkehrsunfälle. Etwas mehr als die Hälfte davon waren Suizide mit Pistolen und Gewehren. Zum Vergleich: In Deutschland starben 2018 laut BKA 42 Menschen bei Schusswaffendelikten, also Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen. Hinzu kommen mehrere hundert Suizide mit Feuerwaffen. In den USA sterben grob so viele Menschen in einer Woche durch Schüsse wie hierzulande im gesamten Jahr. Dort leben rund viermal so viele Menschen wie in Deutschland.

Quellen: CNN / CBS12 / Al.com / BKA

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