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USA Mann verliert mehrere geliebte Menschen – jetzt hält er sich einen zahmen Alligator als "Emotional Support"-Tier

Eigentlich handelt es sich bei Alligatoren um gefährliche Raubtiere
Eigentlich handelt es sich bei Alligatoren um gefährliche Raubtiere
© Rod Vamosi / Getty Images
Dass Menschen in den USA sich Tiere zur Unterstützung ihrer mentalen Gesundheit halten, ist nichts Neues. Meist sind das Hunde oder Katzen, gelegentlich auch Miniponys oder gar ein Pfau. Aber ein Alligator? Das ist doch eher ungewöhnlich.

Der Amerikaner Joie Henney hatte zuletzt viel Pech im Leben. Innerhalb kurzer Zeit verlor der heute 67-Jährige drei Familienmitglieder und enge Freunde. Nach deren Tod fühlte er sich einsam und litt an Depressionen. Es dauerte eine Weile, bis der Mann aus Pennsylvania den Mut fassen konnte, sich Hilfe zu holen, doch er schaffte es. Neben einer regulären Behandlung half ihm aber noch etwas – oder besser gesagt: jemand – dabei, wieder auf die Beine zu kommen. Und das war Wally. Ein Alligator.

Was völlig verrückt klingt, ergab sich durch einen Zufall. Joie war mit jemandem befreundet, der eine Auffangstation für Alligatoren leitete. Und dort landete eines Tages ein junges Tier, das aus irgendeinem Grund nicht dieselbe Aggressivität zeigte wie die anderen Alligatoren. Es suchte keinen Streit, es biss und schnappte nicht nach den Pflegern. Und so schlug der Mann seinem einsamen Freund Joie Henney vor, das Tier zu adoptieren. Joie sagte zu, nahm den jungen Alligator bei sich auf und nannte ihn Wally.

Alligator Wally ist zahm wie ein Hund

Und die beiden verstanden sich direkt blendend: Wally lebt seither bei dem 67-Jährigen, teilt sich das Haus mit ihm, muntert ihn auf, leistet ihm Gesellschaft und verhält sich überraschend ähnlich wie ein Hund. Er kuschelt sogar gern mit seinem Besitzer – und sei es nur, weil Alligatoren Wärme mögen – und kommt sogar, wenn Joie seinen Namen ruft. Er hat inzwischen ein offizielles Zertifikat als "Emotional Support"-Tier bekommen, wie es in der Regel sonst Hunde oder Katzen erhalten, die für die mentale Gesundheit ihrer Halter wichtig sind.

Inzwischen besucht Joie mit Wally auch regelmäßig Schulen oder Veranstaltungen, um den neugierigen Anwesenden alles über Alligatoren zu erzählen. Und Wally ist ein perfektes Vorführ-Exemplar, das vielen Menschen die Angst vor den schuppigen Tieren nehmen kann.

Natürlich sagt sein Besitzer immer dazu, dass nicht jeder Alligator so lammfromm ist wie sein "Emotional Suppport"-Tier. Aber auch "normale" Alligatoren sind nicht die Bestien, als die sie in Kinofilmen und Mythen oft dargestellt werden. Wenn man besser über sie und ihr Verhalten Bescheid weiß, kann man gefährliche Situationen gut umgehen. Dafür will sich Joie Henney einsetzen.

Derzeit braucht er Wallys Unterstützung übrigens besonders: Der 67-Jährige muss sich aktuell einer Krebsbehandlung unterziehen. Aber mit der neuen Kraft, die er aus der ungewöhnlichen Freundschaft zu seinem Alligator gezogen hat, wird er sich auch dieser Herausforderung stellen.

Quellen:  Instagram, "Daily Mail"

wt

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