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5000 Dollar Belohnung ausgesetzt "Bären sind KEINE Reklametafeln!" Trump-Wahlaufkleber an GPS-Halsband verärgern Tierschützer

Ein Schwarzbär im US-Bundesstaat North Carolina
Ein Schwarzbär im US-Bundesstaat North Carolina (Archivbild)
© Pam Mcilhenny/ / Picture Alliance
Im US-Bundesstaat North Carolina haben Tierschützer eine Belohnung von 5000 Dollar ausgesetzt. Der Grund: Bereits zum zweiten Mal wurde ein Schwarzbär in der Gegend rund um die Stadt Asheville gesichtet, auf dessen GPS-Halsband ein Trump-Wahlsticker klebte. 

"Bären sind KEINE Reklametafeln!", so beginnt der Facebook-Eintrag der Organisation "Help Asheville Bears-HAB", einer Vereinigung zum Schutz der heimischen Schwarzbären im US-Bundesstaat North Carolina. Bereits zum zweiten Mal wurde in der Gegend ein Tier gesichtet, an dessen GPS-Halsband ein Trump-Wahlsticker klebte. Um herauszufinden, wer dafür verantwortlich ist, haben die Tierschützer jetzt eine Belohnung von 5000 Dollar ausgesetzt. 

Bereits im Dezember vergangenen Jahres wurde laut Eintrag schon einmal ein Bär mit einem ähnlichen Aufkleber gesichtet. "Wer auch immer diese politischen Aufkleber auf diese Bären geklebt hat, ist grausam und herzlos", heißt es dazu. "Dies ist nun der zweite Bär, dem dies passiert ist, was nur bedeuten kann, dass entweder jemand aus der Studie dies tut oder es jemand aus der Öffentlichkeit ist".

Schwarzbären für Forschungen mit GPS-Halsband ausgestattet

Mit Studie ist in dem Fall ein gemeinsames Forschungsprojekt der North Carolina State University (NCSU) und der North Carolina Wildlife Resources Commission (NCWRC) gemeint und für das seit einigen Jahren Schwarzbären in der Gegend eingefangen, betäubt und mit GPS-Halsbändern ausgestattet werden, um deren Lebensräume zu erforschen. Tierschützer versuchen gegen dieses Projekt vorzugehen und argumentieren damit, dass die Halsbänder zu schwer seien und sie eine Belastung für die Tiere darstellen.

Aufgenommen wurde das Bild des Bären mit dem Trump-Aufkleber von einer Frau aus der Stadt Asheville, die das Tier auf ihrer Veranda beobachtete. Sie habe sich sowohl an die North Carolina Urban/Suburban Bear Study als auch an die North Carolina Wildlife Resources gewandt, jedoch von beiden bislang keine Antwort erhalten, heißt es in der Meldung. Sie sei schockiert gewesen, als sie das Halsband an dem Bären gesehen hatte. "Diese Bären leiden schon genug unter dem schweren Halsband und den Ohrverstümmelungen aus Metall. Aber einen politischen Aufkleber auf das Halsband zu kleben? Kein Wort kann meine Wut und Trauer beschreiben", schreibt sie.  

Der Amerikanische Schwarzbär lebt in Nordamerika und bevölkert dort Wälder und Flussläufe. Im Vergleich zum eher gefürchteten Grizzlybären gilt er als weniger gefährlich. Die Männchen erreichen im Durchschnitt ein Gewicht von 120 Kilogramm, einige kommen jedoch auch auf mehr als 300 Kilogramm. Sie gelten als intelligent und neugierig. Normalerweise meiden sie den Menschen, der neben dem Wolf und dem Braunbär ihr gefährlichster Feind ist. Da sie jedoch gelernt haben, dass Menschen in Nationalparks und Schutzgebieten auch Futter bringen, plündern sie Abfälle, fressen Essensreste und lassen sich auch gerne füttern, was jedoch strengstens verboten ist.

Quellen:Facebook"Citizen Times"Planet Wissen

jek

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