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Usbekistan: Mindestens zwei Tote bei Selbstmordanschlag

In der zentralasiatischen Republik Usbekistan sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens zwei Menschen getötet worden. Nach ersten Erkenntnissen habe sich eine Frau im Zentrum der Hauptstadt in die Luft gesprengt.

Eine Selbstmordattentäterin hat sich am Montag auf einem Markt in der usbekischen Hauptstadt Taschkent in die Luft gesprengt und mindestens eine Person mit in den Tod gerissen. Zwanzig weitere Personen seien verletzt worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur ITAR-Tass. Der Nationale Sicherheitsdienst bestätigte, dass sich auf dem Markt Chorsu in der Altstadt mindestens eine Explosion ereignet habe. Ein Sprecher des usbekischen Außenministeriums sagte, es seien "mehrere Terrorakte" verübt worden.

Nähere Details gab der Außenamtssprecher zunächst nicht bekannt. Er brachte die Explosion mit den Anschlägen von Madrid und der anhaltenden Gewalt im benachbarten Afghanistan in Verbindung. Mehrere Verdächtige seien festgenommen worden. Laut dem Bericht eines ITAR-Tass- Korrespondenten, der Zeuge der Explosion auf dem Markt war, wurden mehrere Personen von der Wucht der Detonation durch die Luft geschleudert. Die Polizei riegelte den Markt ab.

Im Februar 1999 war in Taschkent eine Reihe von Bombenanschlägen verübt worden, für die die Untergrundorganisation Islamische Bewegung Usbekistans verantwortlich gemacht wurde. Die Organisation wird mit El Kaida in Verbindung gebracht.

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