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Vilsbiburg in Bayern: Mutter eilt zu sterbendem Sohn, um noch einmal seine Hand zu halten

Die Reaktion einer Mutter auf den Hirntod ihres Sohnes beeindruckte selbst erfahrene Polizisten und Pflegekräfte schwer. Nicht nur ließ sich Frau zu ihrem sterbenden Kind bringen - auch überraschte sie im Moment des Schmerzes mit einer großen Geste.

Bayern - Rollerunfall - Mutter - Sohn - Hirntod

Per Rettungswagen gelangte die Mutter zu ihrem sterbenden Sohn, um sich verabschieden zu können (Symbolbild)

Für Eltern gibt es vermutlich nichts Schlimmeres, als vom Tod des eigenen Kindes zu erfahren. Eine Mutter aus Bayern musste am Sonntag genau dies erleben, nachdem ihr gerade einmal 18-jähriger Sohn bei einem Verkehrsunfall schwer verunglückt und nur wenig später für hirntot erklärt worden war. Die Reaktion der Frau auf die schreckliche Nachricht hinterließ selbst bei erfahrenen Polizisten und dem leidgeprüften Personal des Klinikums Landshut bleibenden Eindruck.

Wie mehrere regionale Medien berichten, bat die Frau nach der Benachrichtigung durch die Polizei umgehend darum, zu ihrem sterbenden Sohn zu dürfen, um sich von ihm zu verabschieden und noch einmal seine Hand halten zu können. Das Problem: Nach einer schweren Operation lag die Mutter selbst im Krankenhaus, die Fahrt ins rund 20 Kilometer entfernte Landshut stellte eine enorme Belastung dar. Also organisierte die Klinik kurzerhand einen Krankenwagen, der die Frau unter Begleitung eines Arztes zu ihrem Kind transportierte.

Mutter gibt Organe für Transplantation frei

Dort angekommen, überraschte sie Polizisten und Pflegepersonal dann mit einer Reaktion, die in diesem Moment wohl keiner der Anwesenden so erwartet hätte. "Ohne auch nur einen Moment zu zögern", habe die Frau erklärt, dass die Organe ihres Sohnes nach dessen Tod für Transplantationen zur Verfügung stehen sollten, schreibt die "Passauer Neue Presse". Eine Geste, die Eindruck machte. "Ich habe absolute Hochachtung vor der Frau", wird Hermann Vogelsang, Leiter der Polizeiinspektion Vilbisburg, vom Bayerischen Rundfunk zitiert. Wer selbst Kinder habe, wisse, "wie schwer die Situation für sie gewesen sein muss". Der Beamte dankte zudem ausdrücklich den Klinikmitarbeitern, dass diese den Abschied zwischen Mutter und Sohn ermöglicht hätten, heißt es in dem Bericht weiter.

Das 18-jährige Opfer war am Sonntagabend im niederbayerischen Vilsbiburg aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Roller in einer Rechtskurve ins Schleudern geraten, gestürzt und dann gegen einen entgegenkommenden Pkw geprallt. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt wurde der schwer verletzte junge Mann zwar noch per Rettungshubschrauber ins Klinikum Landshut geflogen. Dort aber verstarb er wenig später. 

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mod