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Zugunglück in Berlin: Regionalexpress rast auf Güterzug

Bei einem Zugunglück in Berlin sind 24 Menschen verletzt worden, fünf von ihnen schwer. Ein Regionalexpress rammte nahe des Bahnhofs Berlin-Karow einen Güterzug, der Flüssiggas geladen hatte. Der Triebwagen und der erste Waggon des Regionalexpress entgleisten. Fast 150 Feuerwehrleute waren vor Ort stundenlang im Einsatz, die Bahnstrecke musste gesperrt werden.

Bei einem Zugunglück in der Nähe eines S-Bahnhofs im Norden Berlins sind in der Nacht zum Freitag viele Menschen verletzt worden. Insgesamt mussten 24 Menschen medizinisch versorgt werden, die Hälfte davon in Krankenhäusern. Fünf Personen hatten schwere Verletzungen erlitten.

Wie die Bundespolizei mitteilte, war der Regionalexpress aus Stralsund mit 22 Reisenden und Bahn-Personal 500 Meter nördlich des Bahnhofs Berlin-Karow auf einen Güterzug aufgefahren. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Die Feuerwehr war bis 1.30 Uhr mit 147 Leuten im Einsatz.

Der Triebwagen und der erste Waggon des Regionalexpress waren bei dem Zusammenstoß entgleist. Der Lokführer wurde durch den Aufprall in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr durch die Frontscheibe befreit werden.

Der Güterzug mit 24 Kesselwagen transportierte leicht entzündbares Flüssiggas. Bei dem Unfall seien die Gasbehälter aber nicht beschädigt worden, sagten die Sprecher von Bahn und Bundespolizei. Nur das Fahrgestell des letzten Wagens, auf den der zweite Zug aufprallte, wurde beschädigt.

Bei dem Personenzug wurde der Triebwagen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Sogar im letzten Wagen gingen noch Scheiben zu Bruch. Auch die Gleise müssen an der Unfallstelle repariert werden.

Erhebliche Störung des Zugverkehrs

Am Freitagvormittag wurde der Güterzug viele Stunden nach dem Zusammenstoß von der Unfallstelle entfernt. Am Nachmittag sollten die entgleisten Wagen des Regionalzuges von einem 150-Tonnen-Eisenbahnkran wieder auf die Gleise gesetzt werden. Seit dem frühen Morgen sicherten Experten des Eisenbahn-Bundesamtes und der Bundespolizei Spuren, um die Unfallursache zu klären. Die Aufräumarbeiten sollen bis zum Freitagabend dauern.

Der Fern- und Regionalverkehr wird bis Samstagmorgen teilweise unterbrochen. Der Intercity Berlin-Stralsund wird über Neubrandenburg umgeleitet.

DPA/AP / AP / DPA