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Zwei Jahre danach Haiti gedenkt der Erdbebenopfer


Die Einwohner Haitis haben des Erdbebens vor zwei Jahren gedacht, bei dem mehr als 200 000 Menschen ums Leben gekommen waren.

Zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti haben die Menschen in dem Karibikstaat der mehr als 200.000 Todesopfer gedacht. Viele Bewohner der Hauptstadt Port-au-Prince versammelten sich am Donnerstagmorgen (Ortszeit) im Gedenken an die Opfer zu Gottesdiensten in den Kirchen der noch immer stark zerstörten Stadt. Viele weiß gekleidete Menschen betrachteten in der beschädigten Kathedrale der Stadt Fotos der Katastrophe. Auch in den Straßen wurden Gedenkfeiern organisiert. Geschäfte, Schulen und Behörden sollten geschlossen bleiben.

Um Punkt 16.53 Uhr Ortszeit (22.53 Uhr MEZ), dem Zeitpunkt des Erdbebens vom 12. Januar 2010, legte Präsident Michel Martelly Blumen an einem Massengrab im Norden von Port-au-Prince nieder. Dorthin waren in den Tagen nach dem Beben die meisten Leichen gebracht worden. Hauptereignis war zudem die Einweihung der neuen Roy Henri Christophe Universität durch Martelly und den Präsidenten der Dominikanischen Republik, Lionel Fernández, in der Stadt Limonade im Norden des ärmsten Landes Amerikas. Durch das Beben der Stärke sieben wurden etwa eine Million Menschen obdachlos. Mehr als 500.000 Menschen leben noch immer in Notunterkünften. Der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran.

mlr/AFP/DPA DPA

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