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Sahara-Sand über Europa: Was macht eigentlich der Blutregen?

Klang unheilvoller als es war: Der Blutregen hat Deutschland weitgehend gemieden. Nur in einigen südlichen Teilen des Landes hatte der Sahara-Wüstenstaub die Frühlingssonne getrübt.

Blutregen Sahara-Sand

Bräunlich gefärbter Blutregen: Wolken tragen Sand aus der Sahara nach Deutschland

Das Wetter ist - wie so häufig im April - lediglich durchwachsen. Nur ein Wetterphänomen mit dem drastischen Namen Blutregen sorgt für Abwechslung im Mischmasch-Einerlei. Dabei handelt es sich um Sahara-Staub, der in Europa niederregnet. Doch trotz zahlreicher Warnungen im Vorfeld war Deutschland kaum betroffen von dem Sand-Niederschlag. Nur in einigen südlichen Teilen des Landes hatte der Wüstenstaub die Frühlingssonne getrübt. Meteorologen schätzten, dass der feine Staub in zwei bis drei Kilometern Höhe zusammen mit Schleierwolken die Temperatur um bis zu zwei Grad gesenkt hat.

Sahara-Sand enthält Nährstoffe

Immer wieder gelangt Staub aus der Sahara in etlichen Kilometern Höhe durch die Luft in weit entfernte Regionen, auch nach Deutschland. Rund 600 Millionen Tonnen feinster Staubpartikel werden nach Angaben des DWD pro Jahr so verteilt. Sahara-Staub dünge den südamerikanischen Urwald und die Ozeane, denn der Sand enthält Nährstoffe. 

Wenn der Regen mit Sand aus der Sahara versetzt ist, sieht das Wasser rot aus. Man spricht von Blutregen.


nik/DPA