HOME

Wetter: Minus 24 Grad in der Nacht: Schon vier Kältetote in Deutschland

In Deutschland fielen die Temperaturen in der Nacht erneut in den zweistelligen Minusbereich - und das Wetter bleibt auch weiterhin frostig. Die Wohnungslosenhilfe warnt vor der Gefahr für Obdachlose.

Einen Tag vor dem meteorologischen Frühlingsbeginn hat wieder eine bitterkalte Nacht erlebt. An der Ostsee fielen die Temperaturen auf minus 13 Grad, auf der Zugspitze wurden sogar minus 24 Grad gemessen, wie am Mittwoch auf der Internetseite des Wetterdiensts Kachelmannwetter zu sehen war.

"Die Nachttemperaturen liegen fast landesweit im strengen Frostbereich", sagte ein Sprecher des (DWD) am frühen Morgen. Auch am Tag müsse weiter mit Dauerfrost gerechnet werden.

Wohnungslosenhilfe registriert bereits vier Kältetote

Um Obdachlose vor dem Frost zu schützen, fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe Aufenthaltsräume, die auch tagsüber geöffnet haben. Es reiche nicht aus, nur nachts Unterkünfte anzubieten und die Obdachlosen morgens wieder auf die Straße zu schicken, kritisierte Geschäftsführerin Werena Rosenke. "Man kann auch tagsüber erfrieren." In dieser Saison habe der Verein deutschlandweit bereits vier Kältetote registriert. Der Verkehr auf den Straßen lief in der Nacht ohne größere Probleme. "Es ist kalt, aber mehr nicht", sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Nordrhein-Westfalen. Aus Bayern hieß es: "Alles ruhig, alles schön." Das sächsische Lagezentrum meldete: "Furchtbar kalt, aber von gefährlicher Glätte nichts zu sehen."

Möchten Sie wissen, wo gerade am meisten Neuschnee fällt oder wo es am kältesten ist? Die untenstehende interaktive Karte zeigt es. Darüber hinaus kann man über den Zeitstrahl unten in der Grafik auch die Vorhersage für einen späteren Zeitpunkt abrufen. Im Menü oben rechts kann die dargestellte Ebene auch auf beispielsweise Regen oder die Temperaturen umgestellt werden.


Bereitgestellt wird der Service von Windy.com. Die Macher nutzen für ihre Darstellungen und Vorhersagen das Modell vom "Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage".

rös / DPA