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Zum Karnevalsstart: Sturm über Deutschland - in diesen Regionen herrscht Warnstufe rot

Karnevalisten müssen sich in diesem Jahr wetterfest anziehen: Eine Unwetterwarnung wurde kurz vor der Eröffnung von der Kölner Stadtverwaltung ausgegeben. Regen, Gewitter und orkanartige Böen werden erwartet.

Konfetti liegt auf dem Boden vor dem Kölner Dom. Die Stadtverwaltung hat eine Unwetterwarnung ausgegeben.

Konfetti und Karnevalisten vor dem Kölner Dom. Die Unwetterwarnung wird für einige nasse Kostüme sorgen. 

Um 11.11 Uhr am Tag der Weibersfastnacht startet jedes Jahr der . Kurz vor der offiziellen Eröffnung in Köln gab die Stadtverwaltung nun eine Sturmwarnung aus. Es gelte die Warnstufe Rot, verbreitet seien Windgeschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde zu erwarten, teilte die Stadt mit. In Verbindung mit Schauern und Gewittern seien sogar orkanartige Böen um 110 Kilometer pro Stunde möglich.

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Waldgebiete, Parkanlagen und Alleen zu meiden. Die Stadt schloss Friedhöfe, den Forstbotanischen Garten sowie den Lindenthaler Tierpark und warnte vor umstürzenden Bäumen und abbrechenden Ästen.

Karnevalsverantwortliche trotzen der Unwetterwarnung

Das erwartete Sturmtief "Thomas" wird im langjährigen Vergleich voraussichtlich kein herausgehobener Spitzensturm. Nach den Daten der Georisiko-Spezialisten beim Münchner Rückversicherungskonzern MunichRe seien die für Deutschland erwarteten bei weitem nicht so stark wie "Lothar" 1999 und "Kyrill" 2007, die schwersten Winterstürme der jüngeren Vergangenheit. Die beiden Tiefs hatten europaweit inflationsbereinigt jeweils Schäden in zweifacher Milliardenhöhe verursacht.

"Thomas" soll das Karnevals-Programm nicht allzu stark einschränken: Die Verantwortlichen von Polizei, Stadt und Festkomitee haben am Mittwoch entschieden, die Eröffnung des Straßenkarnevals nicht abzusagen. Allerdings sollen aus Sicherheitsgründen etwa keine Pferde am Umzug zum Alter Markt teilnehmen. Bereits deutlich vor dem offiziellen Beginn um 11.11 Uhr kamen zahlreiche Jecken in die Kölner Innenstadt der Domstadt.


sve / DPA