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stern-Kolumne "Winnemuth": Das gilt es zu gedenken

100 Jahre Erster Weltkrieg und Louis de Funès, 65 Jahre Nato und 60 Jahre Parkuhren. Was heute tun, worauf man in hundert Jahren zurückblicken könnte?

Von Meike Winnemut

Eigentlich ärgerlich, dass in den ersten Monaten dieses Jahres schon so viel ungeplant Sensationelles passiert ist, Krim und Edathy und ADAC und Hoeneß, obwohl doch alles auf das größte Retrojahr aller Zeiten hinauszulaufen schien.

Was 2014 an Jahrestagen, Gedenkfeiern und runden Geburtstagen aufgefahren hat, schien der Gegenwart kaum eine Chance zu lassen. Allein die Großen Drei – 100 Jahre Erster Weltkrieg, 75 Jahre Zweiter Weltkrieg, 25 Jahre Mauerfall – hätten normalerweise ausgereicht, um Öffentlich- Rechtliche, Bestsellerlisten und die Titel der Wochenblätter bis Dezember vollzupflastern. Dazu kommen 1200 Jahre Karl der Große, 450 Jahre Shakespeare, 300 Jahre Carl Philipp Emanuel „Sohn von“ Bach, 300 Jahre Christoph Willibald Gluck, 300 Jahre Fahrenheit-Skala, 125 Jahre Martin Heidegger, 150 Jahre Max Weber, 150 Jahre Toulouse-Lautrec, 75. Todestag von Sigmund Freud. Unter anderem. Wann stehen die historischen Gestirne schon mal so, dass man quasi das ganze Jahr Besinnungsfinsternis hat? Und jetzt kommt die blöde Gegenwart in die Quere und versaut alles.

Ein Jahr, das an die Grenzen zu bringen droht

Ich mag ja Gedenktage. Ich mag es, sonntags auf dem Sofa in stabiler Rückenlage per Zeitungsdossier all das beigepult zu bekommen, was mir mit 14 im Geschichtsunterricht am Arsch vorbeiging oder wofür der zweibändige „DTV-Atlas zur Weltgeschichte“ nur einen Dreizeiler plus Karte übrig hatte. Dieses Jahr allerdings droht auch mich an die Grenzen zu bringen. Allein in dieser Woche: 90 Jahre Doris Day, 65 Jahre Nato, 200 Jahre Abdankung von Napoleon und 400. Todestag von El Greco. Später im Monat hätten wir dann noch den 250. Todestag von Madame de Pompadour, den ich vermutlich ebenso erschöpft durchwinken werde wie 225 Jahre Französische Revolution und 125 Jahre Eiffelturm. Bloß keine Energie auf das befreundete Ausland verschwenden, wo doch so viele heimische Jubelfeiern zu absolvieren sind: 60 beziehungsweise 40 Jahre deutsche Fußballweltmeisterschaft, 60 Jahre Parkuhren, 60 Jahre „Wort zum Sonntag“, 40 Jahre VW Golf und 800 Jahre Bielefeld, die Stadt, die es angeblich nicht gibt (was die Bielefelder Stadtväter zu dem schönen Slogan inspirierte: „800 Jahre Bielefeld – das gibt’s doch gar nicht“).

Tina Turner! 75!

Wenn man dann noch die 100. Geburtstage von Heidi Kabel und Louis de Funès begeht und die von William Burroughs, Arno Schmidt, Alfred Andersch, Octavio Paz, Marguerite Duras, Julio Cortázar, Dylan Thomas und Herbert Reinecker (was hoffentlich dazu führt, dass irgendein ZDF-Digitalkanal alle 281 Folgen von „Derrick“ am Stück sendet), läuft das auf chronische Gedenkschmerzen hinaus. Der Nacken tut schon ganz weh von all der Rückblickerei, und deshalb schlage ich Arbeitsteilung nach Altersklassen vor. Die Vorschulkinder begehen 60 Jahre Pixi-Bücher, die Grundschüler 40 Jahre Playmobil, die Teenager 25 Jahre Nintendo Game Boy, und Thomas Gottschalk übernimmt 75 Jahre Tina Turner.

Und wenn wir durch sind mit all den Feiern, als ob es kein Morgen gäbe, könnten wir ja mal überlegen, ob uns nicht was einfiele, was man 2114 feiern können sollte. Irgendwas Kluges, Mutiges, Offensichtliches. Etwas, das schon längst hätte geschehen sollen. Damit sich nicht wieder beim Studieren der Jahrestage ein ähnlich fassungsloses Staunen einstellt wie bei mir, als ich las: 1994 – endgültige Abschaffung des Paragrafen 175, der seit 1871 Homosexualität unter Strafe stellte. 1994 ist der erst abgeschafft worden, verdammt noch mal! Unglaublich. Gewisse Termine sind einfach noch nicht lange genug her.

Die Kolumne ...

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CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.