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North Dakota: Biologie-Student findet 65 Millionen Jahre alten Triceratops-Schädel

Damit hat sich Harrison Duran wahrscheinlich einen Kindheitstraum erfüllt: Mit einem Freund machte er sich auf den Weg nach North Dakota, um nach historischen Knochen zu graben. Der Dino-Fan fand einen Dinosaurier-Schädel.

Eine Nachbildung eines Triceratops

Der Triceratops gehört zu den Lieblingen aller Dino-Fans. Dieses Exemplar steht im Naturhistorischen Museum in Mailand.

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Bei einem Ausgrabungstrip nach North Dakota machte der Biologie-Student Harrison Duran die Entdeckung seines Lebens: Seit seiner Kindheit ist Duran Dinosaurier-Fan, nun grub er den Kopf eines 65 Millionen Jahre alten Triceratops aus. (Jeder Vierjährige weiß, wie der aussieht.) Duran studiert im fünften Jahr an der University of California, Merced, und war zu Ausgrabungszwecken ins Brachland von North Dakota gefahren. Dieser Teil gehört zur Hell Creek Formation, einer wahren Schatztruhe für Fossilienfunde. Die Gesteinsebene dehnt sich in vier Bundesstaaten aus: Montana, North Dakota, South Dakota und Wyoming und enthält Fossilien aus der Kreidezeit, die 65 bis 70 Millionen Jahre alt sind.

Duran kannte die Geschichte dieser Gegend und brach mit einem erfahrenen Ausgräber zu einem zweiwöchigen Trip auf. Michael Kjelland, Professor an der Mayville State University in North Dakota, hatte er zuvor bei einer Konferenz kennengelernt und wegen ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Dinosaurier hatten sie schnell Freundschaft geschlossen.

Sie tauften den Dinosaurier Alice

Ihre Ausgrabungen begannen am 1. Juni 2019 damit, Gestein und Schmutz wegzumeißeln, in der Hoffnung, einen Schatz zu finden. Am vierten Tag wurden sie fündig. Das Fossil lag mit der Oberseite nach unten, sodass das linke Horn teilweise zu sehen war – umgeben von Pflanzenfossilien aus der Kreidezeit. "Es war wundervoll, dass wir fossiles Holz sowie Baumblätter drumherum und sogar unter dem Schädel gefunden haben", sagte Duran CNN, "das gab uns ein komplexeres Bild von der Umwelt in der Zeit."

Sie tauften den Dinosaurier Alice, nach der Landbesitzerin. Dann folgte die mühsame Arbeit, Alice freizulegen. "Es dauerte eine ganze Woche, Alice auszugarben", gab die Uni Merced in einer Pressemitteilung bekannt. "Der fragile Schädel wurde sorgfältig mit einem Extra-Kleber stabilisiert, um die gebrochenen, mineralisierten Knochen zu festigen, bevor ein Beschleuniger aufgetragen wurde, um die Strukturen zu binden. Nach der Freilegung umhüllten sie das Fossil mit Folie und Gips, legten es in eine Kiste und umwickelten es mit einer Schaumstoffmatratze mit Formgedächtnis für den Transport ins Labor.

Duran würde den Kopf gern an seiner Uni ausstellen

Die beiden Wissenschaftler fanden eine gemeinnützige Gesellschaft, Fossil Excavators, die Alice genauer untersuchen und den Dinosaurier für eine Ausstellung vorbereiten wird. Duran sagte CNN: "Es wäre wunderbar für UC Merced, Alice auf dem Campus zeigen zu können. Es ist eine so seltene Gelegenheit, so etwas ausstellen zu können, dass ich es gerne mit unserer Campus-Gemeinschaft teilen würde."

Der genaue Fundort bleibt geheim, weil es Menschen gibt, die dorthin reisen und Dinosaurierknochen stehlen könnte. Solche Fälle gab es bereits, erklärte Kjelland. CNN sagte er, dass er glaubt, dass an der Stelle, wo Alice gefunden wurde, noch mehr Knochen gefunden werden könnten.

Quelle: CNN