Würgefeige und Gift-Walnuss Still und friedvoll? Von wegen: In unseren Wäldern herrscht ein gnadenlosenloser Überlebenskampf

Walnussbaum
Der heimische Walnussbaum ist ein Giftmörder, der auch vor seinem Nachwuchs nicht Halt macht. Wie Bäume sich untereinander quälen, erzählt Autor Markus Bennemann im stern-Gespräch
© PhoThoughts/gettyimages
Autor Markus Bennemann schreibt in "Böse Bäume" über deren fiese Tricks – und verrät im Interview, welche Exemplare ihn besonders faszinieren und warum der Kampf im Wald ihn an Shakespeare erinnert.

Herr Bennemann, im Vorwort zu Ihrem Buch schreiben Sie: Könnten Bäume Angst und Schmerz empfinden oder gar schreien, dann wäre der ganze Wald erfüllt von ihrem "stillen Wehklagen, verzweifelten Jammern und stummen Winseln um Gnade".  
Wenn es wirklich so wäre, wie gerade oft diskutiert wird, also wenn Bäume tatsächlich Schmerz empfinden könnten, dann wäre das ein schreckliches Drama: Einerseits, weil wir Menschen sie ständig misshandeln, Spechte auf ihnen herumhämmern, Käfer über sie herfallen. Aber auch, weil Bäume sich gegenseitig sehr, sehr viel Böses und Gemeines antun.  

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