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Neue Studie Faszinierende Aufnahmen aus der Arktis: So klingen Wale, die miteinander kommunizieren

Sehen Sie im Video: Hier kommunizieren ein Blauwal und ein Finnwal – Forscher belauschen erstmals Wale über Glasfaserkabel.


Erstmals haben Forscher mit Hilfe von Seekabeln Wale belauscht. Die Studie fand in Isfjord in Spitzbergen statt, einem malerischen Fjord, der zu den sommerlichen Futtergründen von Bartenwalen gehört. Mittels eines speziellen technischen Systems konnten die Forscher an die Glasfaserkabel im Fjord andocken. Auf einer Länge von 120 Kilometern wurden die Kabel in eine Art Hydrophon verwandelt. Solche Geräte messen Wasserdruck und transformieren sie in elektrischen Schall. Dabei gelang es den Wissenschaftlern unbemerkt einem Blauwal und einem Finnwal zu lauschen. So klingt die etwa 25-sekündige Aufnahme: Ob die beiden Wale miteinander kommunizieren oder eine Nachricht an ihre Artgenossen senden? Darüber wissen die Forscher noch zu wenig. Bartenwale könnten sich miteinander über ihren Standort oder die Futtersuche austauschen. Die neue Technik, um Walen zuzuhören, bietet Meeresbiologen viele neue Möglichkeiten. „Ich denke, das kann das Feld der Marinen-Bioakustik verändern“, sagt Léa Bouffaut, Autorin der Studie ggü. dem Fachmagzin Frontier in Marin Science. Glasfaserseekabel sind unverzichtbar für den weltweiten Datenaustausch und ziehen sich durch unsere Meere. Das Transatlantikkabel Marea, das die USA mit Europa verbindet, ist allein 6600 Kilometer lang. Forscher könnten beim Nutzen der neuen Technik somit den Ozean viel weitreichender akustisch skizzieren als es mit externen Hydrophonen möglich ist.
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Erstmals haben Forscher mit Hilfe von Seekabeln Wale belauscht. Mittels eines speziellen technischen Systems konnten die Forscher an die Glasfaserkabel in einem Fjord in Spitzbergen andocken.

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