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Global Adaption Index: Welche Länder sind am besten auf den Klimawandel vorbereitet?

Der Klimawandel ist durch Hurrikan Harvey und Irma so präsent wie nie. Der "Global Adaption Index" der US-Universität Notre Dame macht es möglich herauszufinden, wie gut Deutschland und andere Länder auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet sind.

Weltkugel von der ISS aus

2013 zog das Projekt "Global Adaption Initiative" an die US Privatuniversität Notre Dame in Indiana. Vorher war es Teil des Global Adaption Instituts in Washington D.C.

Nach den Überschwemmungen in Texas durch Hurrikan Harvey und dem drohenden Hurrikan Irma ist der Klimawandel so offensichtlich wie lange nicht. Eine Gruppe von Forschern der amerikanischen Privatuniversität Notre Dame ermittelt mit der "Global Adaption Initiative" (ND-GAIN), welcher Staat sich am besten auf bevorstehende globale Veränderungen eingestellt hat, die durch Überbevölkerung, Ressourcen-Knappheit und Klimawandel verursacht werden.

Derzeit ist Dänemark auf Platz eins, mit einem ND-GAIN Score von 81,3. Deutschland steht auf einem guten sechsten Platz, mit einem ND-GAIN Score von 78,1. Auf den letzten Plätzen tauchen hauptsächlich afrikanische Staaten auf, dabei ist die Zentralafrikanische Republik auf Platz 181 mit einem ND-Gain Score von 24,9, das Land mit dem niedrigsten Wert. Am schlechtesten sichert sich Rumänien innerhalb der Europäischen Union gegen den Klimawandel - bleibt hinter Uruguay und China zurück. 

Klimawandel ist ein zentrales Problem für Staaten

Das Forscher-Team der Universität stellt den Index durch die Analyse von Regierungsentscheidungen aus 181 Ländern zusammen. Er ist in zwei Hauptkategorien aufgeteilt "Vulnerability" - Verwundbarkeit - und die "Readiness" - Bereitschaft. Beide werden in einem komplexen System von 41 Indikatoren errechnet. Aspekte, wie die ökonomische Bereitschaft zu Handel oder auch die Nahrungssicherung und die Infrastruktur sind Teile davon. Je höher der Gesamtwert desto besser schneidet der einzelne Staat im Vergleich ab. 

Klimawandel ist kein Problem von einzelnen Staaten. "Umweltkatastrophen, wie Hurricanes zeigen uns, dass die Veränderungen im globalen Klima es notwendig machen, dass Staaten sich anpassen", wie Prof. David Lodge für Biowissenschaften an der Norte Dame Universität sagte. "In den kommenden Jahren werden Staaten viel Geld in die bessere Anpassungsfähigkeit an die Auswirkungen des Klimawandels investieren." Der "Global Adaption Index" soll den zuständigen Behörden eine Anleitung dafür sein, in welcher Weise und wo genau es noch Investitionsbedarf gibt.

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