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"Rosetta"-Mission: Kometen und Kometenmissionen

Kometen gehören zu den kleinsten Objekten im Sonnensystem und sind im Prinzip nichts anderes als schmutzige Schneebälle.

Kometen gehören zu den kleinsten Objekten im Sonnensystem. Sie bestehen aus einer Mischung von Eis, Staub und Gestein und werden deshalb oft auch schmutzige Schneebälle genannt. Das Eis enthält dabei nicht nur gefrorenes Wasser, sondern unter anderem auch Kohlendioxid ("Trockeneis"), Methan und Ammoniak. Viele Kometen bewegen sich auf stark ellipsenförmigen Bahnen durch das Sonnensystem: Sie tauchen aus den Randbezirken des Sonnensystems auf und kommen der Sonne sehr nahe, wobei sie antauen und der oft spektakuläre Schweif entsteht.

Der Sonnenwind erzeugt den Kometenschweif

Der kleine Kometenkern hüllt sich durch das Antauen in eine riesige Wolke aus Gas und Staub, die so genannte Koma. Der "Sonnenwind", ein beständiger Teilchenstrom von der Sonne, bläst das aufgetaute Gas-Staub-Gemisch vom Kometen weg und formt dadurch den Schweif, der stets von der Sonne wegzeigt. Oft teilt er sich in einen geraden Gas- und einen leicht gekrümmten Staubschweif.

Europas Sonde "Giotto" näherte sich dem Halleyschen Kometen

Mehrere Raumsonden sind bereits zu Kometen gestartet. Der erste "hautnahe" Vorbeiflug gelang 1985 der sieben Jahre zuvor gestarteten NASA-Sonde ICE am Kometen Giacobini-Zinner. Anschließend wandte sich ICE dem berühmten Halleyschen Kometen zu, der 1986 das Ziel einer ganzen Armada war: Dazu gehörte außer den russischen WEGA-Sonden und den beiden japanischen Sonden Susei und Sagigake auch die europäische Sonde Giotto. Giotto sendete Bilder und Daten, die zeigten, dass Kometen sogar komplexe organische Moleküle enthalten, und setzte ihre Reise zum Kometen Grigg-Skjellerup fort, dem sie sich 1992 bis auf 200 Kilometer näherte.

Die NASA-Mission Deep Space 1 flog 2001 am Kometen Borelli vorbei, die Mission Stardust der NASA sammelte in diesem Jahr Proben aus der Korona des Kometen Wild 2, die sie 2006 zur Erde zurückbringen soll. In diesem Jahr ist außerdem der Start der Sonde Deep Impact geplant, die einen massiven Kupferblock in den Kern des Kometen Tempel 1 schießen soll.

DPA

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