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Feuerwerk der Perseiden: Für dich soll's rote Schnuppen regnen

Der Höhepunkt der Perseiden steht bevor. Hunderte Sternschnuppen werden in der Nacht zum Dienstag den Nachthimmel erhellen. Allerdings nur, wenn das Wetter mitspielt.

Lichtblitze am Nachthimmel, strahlende Kondensstreifen aus Feuer - Montagnacht, kurz nach Mitternacht, wird der Perseidenschauer seinen Höhepunkt erreichen. Bei den Sternschnuppen handelt es sich um Auflösungsprodukte des Kometen Swift-Tuttle, der in einer elliptischen Bahn etwa alle 130 Jahre um die Sonne fliegt und dabei eine Staubspur aus Gestein und Eis hinterlässt. Jedes Jahr im August kreuzt die Erde diese Spur. Mit hoher Geschwindigkeit stürzt dann kosmischer Staub als Meteorstrom in die Erdatmosphäre, wodurch die Moleküle der Umgebungsluft kurz und kräftig aufleuchten. Laut Nasa wird die Erde täglich mit 10 bis 40 Tonnen Meteoritenstaub bombardiert. Durch die Perseiden dürfte es momentan weitaus mehr sein.

Benannt sind die fliegenden Trümmerstücke nach dem griechischen Helden Perseus, welcher der tödlichen Medusa den schlangenbehaarten Kopf abschlug. Zu dieser Zeit des Jahres eröffnet das Sternbild des Perseus die nächtliche Lichtershow. So erscheint es als befinde sich ihr Ursprung in ihm.

Besonders gut sind ist dieses Phänomen überall dort zu beobachten wo es möglichst wenig Störlicht gibt, beispielsweise in spärlich besiedelten ländlichen Gebieten oder auf offener See. In klaren Nächten bietet sich dann ein Feuerwerk im Minutentakt. Bis zu 100 Sternschnuppen sind in den intensivsten Zeiten pro Stunde zu sehen. Allerdings nur wenn das Wetter mitspielt.

Wetter schränkt die Sicht dieses Jahr ein

Dies wird in den letzten Tagen der diesjährigen Perseidenschauer allerdings zum Knackpunkt: Für die Regionen südlich von Heidelberg und Nürnberg sowie für die Küstengebiete sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) Regen voraus. In der Mitte und im Norden Deutschlands soll es nach Schauern am Tag in der Nacht zwar trocken bleiben. Doch schiebt sich voraussichtlich eine lockere Wolkendecke vor den Sternenhimmel. In den Mittelgebirgen ist laut DWD außerdem mit Nebel zu rechnen. Wer sich an der eingeschränkten Sicht nicht stört, sollte sich warm anziehen: In der Nacht wird es in Deutschland Temperaturen zwischen 7 bis 14 Grad geben

Abgesehen vom Wetter lassen sich die Sternschnuppen nach Angaben des Stuttgarter Astronomen Hans-Ulrich Keller am besten zwischen 22.00 Uhr und 4.00 Uhr beobachten. Gibt es zeitgleich zur Ankuft der Perseiden Vollmond, schmälert sein helles Licht die Sicht zusätzlich ein. Zumindest dies ist 2013 nicht der Fall. Die Mondsichel ist gerade ziemlich dünn und er geht schon vor 23 Uhr unter.

Es gibt noch drei weitere wiederkehrende Meteorströme: die Leoniden im November, die Geminiden im Dezember und die Quadrantiden im Januar. Diese sind aus verschiedenen Gründen allerdings weniger deutlich sichtbar als die Perseiden.

ono/DPA / DPA