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Frau fotografierte US-Raumfähre: Hier zischt die "Endeavour" ab

Eigentlich wollte Stefanie Gordon nur zur Geburtstagsfeier ihrer Mutter fliegen. Doch auf dem Flug von New York City nach Palm Beach gelang ihr eine spektakuläre Aufnahme: Sie fotografierte den Start der US-Raumfähre "Endeavour". Das Bild machte die arbeitslose Eventmanagerin schlagartig bekannt.

Von Christoph Fröhlich

Rund 45.000 Zuschauer verfolgten den letzten Start der US-Raumfähre "Endeavour" zur Internationalen Raumstation ISS. Nicht mitgezählt sind vermutlich die Passagiere des Flugs 2285 der Delta Air Lines zwischen New York City und West Palm Beach. Stefanie Gordon, eine der Flugreisenden, wachte wegen einer unverständlichen Durchsage des Kapitäns nichts ahnend auf. Doch als sie wenig später die startende "Endeavour" beim Durchbruch der Wolkendecke sah, zückte sie im Halbschlaf ihr iPhone und verbreitete die Fotos via Twitter an ihre 1.800 Follower.

Sogar die Nasa verschickte die Bilder

"Der Kapitän machte eine Ansage, dass wir den Start möglicherweise sehen könnten", sagte Gordon der CBS News. "Ich konnte nicht wirklich verstehen, was er sagte, als plötzlich alle aufstanden und sich an den Fenstern drängelten. Es war faszinierend." Innerhalb weniger Stunden verbreiteten sich die Bilder auf Twitter und lockten immer mehr Leute auf Gordons Nutzerprofil. Einer der Besucher war die Weltraumbehörde Nasa.

Nachdem die Nasa die Fotos weiterverbreitete, stieg die Zahl von Gordons Twitter-Anhängern auf über 4.300 - und noch immer werden es mehr. Mittlerweile hat die 33-Jährige auch schon Anrufe großer Nachrichtensender erhalten. Den spontanen Presserummel nutzt die momentan arbeitslose Eventmanagerin und begibt sich per Twitter auf Jobsuche: "Wer will mir einen Job geben? Eventplanung, Fotos mit meinem iPhone…oder meiner richtigen Kamera. Das ist einfach verrückt. Ich glaube es war gut, dass ich auf dem Flug aufgewacht bin."