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Nasa-Sonde: Die Vermessung des Mondes beginnt

Mond in Sicht: Planmäßig hat die neue Sonde der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa am Dienstag den Erdtrabanten erreicht. Nun beginnt die Suche nach einem geeigneten Landeplatz für zukünftige bemannte Missionen.

Die neue Mond-Sonde der Nasa hat am Dienstagmittag wie vorhergesehen den Erdtrabanten erreicht. Dies berichtete die US-Weltraumbehörde Nasa in ihrem Internetauftritt. Der "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) soll nun in einer elliptischen Umlaufbahn den Mond umrunden und aus einer Entfernung von nur 50 Kilometern ein Jahr lang die Mondoberfläche analysieren und kartieren. Außerdem soll die Sonde Ausschau nach einem geeigneten Landeplatz für zukünftige bemannte Mondmissionen halten. Eine Station auf unserem nächsten Nachbarn könnte als eine Art Sprungbrett für die erste bemannte Mars-Mission dienen. Bevor die Instrumente an Bord des LRO angeschaltet werden, sind zuerst allerdings noch ein paar Bahnkorrekturen notwendig, teilt die Nasa mit.

Der LRO war vor vier Tagen in Cape Canaveral (Florida) gestartet. An Bord der Atlas-Rakete war auch der "Lunar Crater Observation and Sensing Satellite" (LCROSS). Der Satellit sollte noch am Dienstag am Mond vorbeifliegen und anschließend - verbunden mit der verbrauchten oberen Stufe der Trägerrakete - in einen länglichen Erdorbit eintreten. Dann hat das Gespann erst einmal bis zum Herbst Zeit. Im Oktober soll der Satellit auf den Mond stürzen und eine gewaltige Staubwolke von zehn Kilometern Höhe aufwirbeln. Auf diese Weise will die Nasa herausfinden, ob sich in den kalten lichtlosen Polregionen des Mondes Wassereis verbirgt.

DPA / DPA
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