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Problem behoben Raumtransporter "Dragon" setzt Reise zur ISS fort


Der Start läuft problemlos, dann hakt es: Der Raumfrachter "Dragon" stößt bei seiner Versorgungsmission zur ISS auf technische Schwierigkeiten. Diese können allerdings schnell behoben werden.

Die Probleme des unbemannten Raumtransporters "Dragon" beim Flug zur Internationalen Raumstation ISS sind behoben. "Antriebe eins bis vier funktionieren jetzt planmäßig", schrieb der Chef des privaten Unternehmens SpaceX, Elon Musk, am Freitagabend auf Twitter. "Alle Systeme im grünen Bereich", fügte er hinzu. Kurze Zeit später meldete Musk, der Raumtransporter sei erfolgreich auf eine höhere Umlaufbahn gebracht worden und "wieder auf Kurs".

Nach einem erfolgreichen Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida am Freitagmorgen berichtete die Betreiberfirma SpaceX zunächst von Problemen mit den Korrekturdüsen und einem Treibstoffventil. Der Frachter sei stabil, sagte SpaceX-Chef Elon Musk später bei einer Pressekonferenz. Die für Samstag geplante Ankunft an der ISS müsse jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Mitarbeiter von SpaceX und von der US-Raumfahrtbehörde Nasa arbeiteten daran, das Problem zu beheben. Es könne möglicherweise am Sauerstoff-Druckausgleich gelegen haben, sagte Musk. "Da scheint es eine Verstopfung gegeben zu haben."

Ankunft verzögert sich um 24 Stunden

Der "Dragon" (Drache) soll 544 Kilogramm Vorräte und Materialien für 160 wissenschaftliche Experimente zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Die Lieferung sei nicht überlebenswichtig für die derzeit an Bord der ISS stationierten Astronauten, sagte der Chef des ISS-Programms, Michael Suffredini. "Aber die Experimente, die wir geplant haben, müssten verschoben werden, wenn die Lieferung nicht kommt."

Vor den technischen Problemen war die Ankunft an der Raumstation für Samstag um 12.30 Uhr MEZ geplant. Nun sei mit einer Verzögerung von mindestens 24 Stunden zu rechnen, erklärte der Verantwortliche für das ISS-Programm, Michael Suffredini.

Im vergangenen Jahr hatte der erste private Raumtransporter der Geschichte einen erfolgreichen Testflug und dann auch seinen ersten Versorgungsflug zur ISS absolviert.

kgi/DPA/AFP DPA

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