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Raumstation ISS: "Exzellenter Job, hervorragende Teamarbeit"

Beste Stimmung in 360 Kilometern Höhe: Die Notreparatur an ISS ist gelungen, die Energieversorgung der Station sicher gestellt. Nun plant die Nasa bereits die nächsten Shuttle-Flüge.

Nach dem bislang erfolgreichen Weltraumeinsatz der "Discovery"-Crew will die US-Raumfahrtbehörde Nasa in diesem Jahr noch zwei weitere Spaceshuttles starten. Der Start der Raumfähre "Atlantis" sei am 28. August geplant, sagte Nasa-Manager Phil Engelauf in Houston (Texas).

Im Dezember soll dann die "Discovery" den deutschen Astronauten Thomas Reiter von der Internationalen Raumstation ISS abholen. Die Nasa will insgesamt noch 16 Mal Raumfähren mit Ausrüstungsteilen zur ISS fliegen lassen, damit die Weltraumstation bis 2010 vertragsgemäß ausgebaut wird.

"Oh Mann, fühle ich mich besser"

Mit ihrem zweiten Außeneinsatz sorgten die beiden US-Astronauten Piers Sellers und Mike Fossum für große Erleichterung im Kontrollzentrum in Houston. "Oh Mann, fühle ich mich besser", sagte der ISS-Flugdirektor der Nasa, Rick LaBrode. "Dass wir das alles erfolgreich hinter uns gelassen haben, ist ein großartiges Gefühl."

Die beiden "Discovery"-Raumfahrer reparierten während ihres 6,47 Stunden langen Ausstiegs einen defekten Transporter, mit dem ein Roboterarm an der ISS entlang von einem Arbeitsplatz zum anderen bewegt wird. "Exzellenter Job, hervorragende Teamarbeit, danke", funkte das Kontrollzentrum in Houston (Texas) an die beiden Raumfahrer.

Sonnensegel sollen Energie liefern

Diese Reparatur musste gelingen, damit unter anderem vier riesige Sonnensegel an der Station angebracht werden können. Diese Segel sollen am 28. August an Bord der Raumfähre "Atlantis" von der Erde zur ISS geflogen werden. Sie liefern dann genug Energie, um einer sechsköpfigen Langzeitcrew die Arbeit an wissenschaftlichen Experimenten zu ermöglichen.

Der Transporter konnte nicht mehr bewegt werden, nachdem am 16. Dezember eines von zwei Kabeln zur Versorgung mit Strom und Daten aus bislang ungeklärter Ursache gekappt wurde.

2150 Kilogramm Müll

Am Dienstag werden Thomas Reiter und die anderen Astronauten weiter die von der "Discovery" mitgebrachte Fracht entladen. Außerdem räumen die Raumfahrer die Weltraumstation auf. Rund 2150 Kilogramm Müll sowie defekte und nicht mehr benötigte Teile wird die Raumfähre am 17. Juli zurück zur Erde bringen.

Einer sicheren Rückkehr der Raumfähre steht nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA nichts mehr entgegen. Die "Discovery" muss nicht im Weltraum repariert werden. "Das ist eine großartige Nachricht. Das ist fantastisch", sagte Kommandant Steven Lindsey.

DPA / DPA