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Shuttle-Start: US-Raumfähre "Endeavour" gestartet

Die US-Raumfähre "Endeavour" ist in der Nacht zum Samstag planmäßig zur Internationalen Raumstation gestartet. Der Countdown wäre fast in letzter Minute abgebrochen worden.

Erfolgreicher Start der Raumfähre "Endeavour" zur Internationalen Raumstation ISS. Die mindestens 15-tägige Mission dient vor allem dem Ausbau der ISS, an die die Raumfähre am Sonntag andocken soll. Die sieben Astronauten bringen mit der "Endeavour" ein neues Wasseraufbereitungssystem, einen Kühlschrank, neue Schlafplätze und sogar ein Fitnessgerät zur Raumstation. Ziel ist es, die Raumstation so weit auszubauen, dass ab Juni kommenden Jahres sechs statt drei Besatzungsmitglieder ständig im All arbeiten können.

Es ist der erste Flug einer Raumfähre seit Mai. Die Nasa erwägt eine Verlängerung der Mission auf 16 Tage. Der Start von Cape Canaveral im US-Staat Florida aus wäre fast in letzter Minute abgebrochen worden, weil ein Arbeiter einen Blendrahmen auf der Abschussrampe nicht befestigt hatte. Die Nasa entschied, dass dennoch gestartet werden solle. Der Mann habe seinen Fehler zugegeben und werde nicht bestraft, erklärte Startdirektor Mike Leinbach. Beim Start verlor das Space Shuttle ersten Aufnahmen zufolge zwei Teile, die aber die "Endeavour" offenbar nicht trafen. Dennoch soll die Raumfähre in den nächsten Tagen eingehend auf Schäden überprüft werden. Der Start bei Dunkelheit am Freitagabend (Ortszeit) war eine besondere Attraktion für Schaulustige. Die Raumfähre war mehr als drei Minuten lang am Himmel über Florida zu sehen. Nur etwa jeder vierte Shuttle-Start findet bei Dunkelheit statt.

AP

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