Ägypten Gealterte Schönheit


Nach über 2000 Jahren ist von den meisten Särgen nicht mehr viel übrig. Dieser Fund ist eine Ausnahme: Der Sarkophag einer jüngst entdeckten Mumie könnte ihr den Titel der Schönheitskönigin einbringen.

Sie ist 2300 Jahre alt und immer noch wunderschön: eine reich verzierte Mumie, die am Dienstag in Ägypten der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die Mumie, die eine goldene Maske trägt und mit Bildern von Göttern bemalt ist, wurde in einem hölzernen Sarkophag in der Totenstadt Sakkara südlich von Kairo ausgegraben. Der Vorsitzende der ägyptischen Antiquitätenbehörde, Zahi Hawass, sagte über den Fund: "Wir haben vielleicht die schönste Mumie entdeckt, die jemals in Ägypten gefunden wurde."

Ein Archäologenteam unter ägyptischer Führung hatte die Mumie vor zwei Monaten entdeckt. Eine Computertomographie soll nun klären, wessen Leichnam in dem Sarkophag bestattet wurde. Nach der Untersuchung wird die Mumie im Imhotep-Museum in Sakkara zu besichtigen sein. Sakkara ist neben Gizeh eine der bedeutensten Totenstädte mit Grabstätten aus allen Epochen der ägyptischen Geschichte.

Außer der Mumie fanden die Forscher laut Hawwas auch zwei so genannte Scheintüren. Eine der beiden Scheintüren sei für Iu-Ib, einen Beamten im Tempel von Pepi II. (2245-2180 v. Chr.) angefertigt worden, die zweite habe einem Aufseher der Schreiber namens Chentika gehört. Scheintüren sind Grabstelen, die ähnlich wie Torbögen geformt sind, und durch die nach den Vorstellungen der alten Ägypter das "Ka", die Lebensenergie, die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits überqueren sollte. Daneben fanden die Archäologen mehrere Keramik-Amulette.

AP/DPA AP DPA

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