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DNA-Untersuchung: Totenschädel stammt nicht von Hitler

Die Überreste des angeblichen Totenschädels von Adolf Hitler stammen laut US-Wissenschaftlern in Wahrheit von einer Frau. Das haben DNA-Analysen ergeben.

Forscher der Universität Connecticut haben herausgefunden, dass der im Berliner Bunker gefundene Totenschädel nur einer Frau gehören konnte. Der Schädel, der ein Einschussloch aufweist, wurde von Russland lange Zeit als Beleg dafür gewertet, dass sich Hitler im April 1945 vergiftet und erschossen hatte. Wie die britische Zeitung "Oberserver" berichtete, hatte der US-Archäologe Nick Bellantoni von der Universität Conneticut Proben von dem Schädel genommen und diese von der Genetikerin Linda Strausbaugh untersuchen lassen. Den Wissenschaftlern zufolge passt die Knochenstruktur nur zum Schädel einer Frau zwischen 20 und 40 Jahren, aber nicht zu Hitler, der sich im Alter von 56 Jahren erschoss.

In den vergangenen Jahrzehnten hatte es immer wieder Spekulationen von Verschwörungstheoretikern gegeben, wonach der Diktator während des Einmarschs sowjetischer Truppen in Berlin geflüchtet sein könnte. Der Holocaust-Experte Christopher Browning wies diese Vermutungen aber entschieden zurück. Zudem stützen sich die Berichte über Hitlers Selbstmord auch auf Zeugenaussagen, die ein Mitarbeiter des britischen Geheimdiensts aufgenommen hatte.

AFP / AFP