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Durchbruch in Bionik-Forschung Australierin erhält künstliches Auge


Künstliche Augen sind keine Science-Fiction: Wissenschaftler haben einer sehbehinderten Australierin ein Gerät auf die Netzhaut implantiert. Allerdings funktioniert die Technik bislang nur im Labor.

Science-Fiction wird Wirklichkeit: In der 70er-Jahre-Serie "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann" wurde ein schwer verletzter US-Testpilot mit bionischen Körperteilen ausgestattet. Rund 35 Jahre später haben Wissenschaftler in Australien erstmals einer Frau ein bionisches Auge eingesetzt.

Der Frau, die unter einer angeborener Netzhautdegeneration leidet, sei erfolgreich ein "früher Prototyp" eingesetzt worden, teilte das australische Wissenschaftskonsortium Bionic Vision Australia (BVA) am Donnerstag mit. Der Prototyp soll die Grundlage für das erste bionische Auge bilden, bei dem eine organische Fehlfunktion mittels technischer Sensorik überbrückt wird.

Das kleine Gerät wurde nach Angaben von BVA auf die kaputte Netzhaut der sehbehinderten Dianne Ashworth implantiert. Die Netzhaut ist der Teil des Auges, wo das von der Linse und anderen vorgelagerten Schichten gefilterte Bild zu Nervenimpulsen gewandelt und an das Gehirn übermittelt wird. Das implantierte Gerät enthält 24 Elektroden, die diese Funktion übernehmen sollen. Die Chirurgin Penny Allen bezeichnete das Gerät als "weltweit erstes" seiner Art.

jwi/DPA/AFP DPA

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