Evolution Erste Homo-Spezies aß bereits Fleisch

Mit dem Auftreten der Gattung Homo vor rund 2,5 Millionen Jahren wurden die Urmenschen einer neuen Studie zufolge zu Fleischfressern.

Mit dem Auftreten der Gattung Homo vor rund 2,5 Millionen Jahren wurden die Urmenschen einer neuen Studie zufolge zu Fleischfressern. Das fand Peter Ungar von der University of Arkansas durch eine aufwendige Laseruntersuchung prähistorischer Zähne heraus, wie das britische Fachblatt "New Scientist" (Nr. 2411, S. 19) berichtet. Demnach hatten die ersten Vertreter der Gattung Homo wesentlich schärfere und spitzere Zähne als ihre direkten Vorgänger des Australopithecus afarensis, zu denen auch die berühmte "Lucy" gehört. Auch die Beißwerkzeuge von Gorillas oder Schimpansen, die sich fast nur von Früchten, Blättern und Stängeln ernähren, sind flacher als die der ersten Homo-Vertreter.

Der frühe Homo hatte Zähne für härtere Kost

Ungar untersuchte die Zähne mit Hilfe eines geographischen Informationssystems, das ihm die dreidimensionale Darstellung der Miniatur-"Landschaft" auf den laservermessenen Zähnen erlaubte. Dabei konnte er auch die Abnutzung der Zähne berücksichtigen. Während Pflanzenfresser ihre Nahrung mit flacher Kaufläche zermahlen, brauchen Fleischfresser spitzere, steilere Beißwerkzeuge. "Ungar zeigt, dass der frühe Homo Zähne hatte, die für härtere, zähere Kost als die der Australopithecinen oder der Schimpansen geeignet waren. Der nahe liegende Kandidat ist Fleisch", kommentierte Richard Wrangham von der Harvard University.

Die Originalstudie ist in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" (Bd. 100, S. 3874) veröffentlicht.


Mehr zum Thema



Newsticker