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Massengrab in Uxul Maya zerstückelten ihre Gegner


Bonner Wissenschaftler haben in der früheren Maya-Stadt Uxul in Mexico ein Massengrab freigelegt. Die Skelette weisen Spuren von scharfen Gegenständen auf, die Halswirbel deuten auf Enthauptung hin.

Die Maya zerstückelten ihre Feinde. Bonner Wissenschaftler entdeckten in der früheren Maya-Stadt Uxul in Mexiko ein Massengrab mit Knochen, deren Spuren auf einen gewaltsamen Tod der Menschen hindeuten, wie die Uni Bonn am Dienstag mitteilte. Die Opfer seien offenkundig vor 1400 Jahren enthauptet und zerstückelt worden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich bei den Opfern entweder um Kriegsgefangene oder aber um Adlige aus Uxul selbst handelt.

Die Knochen lagen demnach in einer rund 32 Quadratmeter großen künstlichen Höhle, die früher als Wasserspeicher genutzt wurde. Insgesamt wurden die Skelette von 24 Menschen freigelegt. Sämtliche Schädel lagen ohne eine Verbindung zum Rest der Körper in der Höhle verstreut, selbst der Großteil der Unterkiefer war von den Köpfen getrennt worden.

Deutliche Hinweise auf Enthauptungen

Beilspuren an den Nackenwirbeln werteten die Wissenschaftler als deutlichen Hinweis auf Enthauptungen. Einer der Schädel wies einen unverheilten Schädelbruch auf, der vermutlich von einem Keulenschlag herrührte. Außerdem sind an zahlreichen Schädeln Schnittspuren von scharfen Gegenständen zu erkennen, die von Steinbeilen stammen könnten.

Die Knochen lagen in einer Lehmschicht und waren deshalb gut erhalten. Bei 15 der Skelette konnten deshalb Alter und Geschlecht bestimmt werden. Es handelte sich um dreizehn Männer und zwei Frauen, die zum Zeitpunkt ihres Todes zwischen 18 und 42 Jahre alt waren. Einige der Toten hatten Zahneinlagen aus Jade, was die Wissenschaftler als Zeichen für einen hohen sozialen Status werten. Die Entdeckung des Massengrabs beweise, dass die in der Maya-Kunst häufig dargestellte Zerstückelung von Kriegsgefangenen und Gegnern tatsächlich praktiziert wurde, erklärte Nikolai Grube, einer der leitenden Forscher.

amt/AFP AFP

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