Studie Umweltverschmutzung für Kinder oft tödlich


Nicht nur die Natur selbst, auch Kinder sind Opfer der zunehmenden Umwelt-verschmutzung. Verspestete Luft ist laut einer Studie der WHO für viele Todesfälle bei europäischen Kindern verantwortlich.

Ein großer Teil von Todesfällen bei europäischen Kindern wird durch die hohe Belastung der Umwelt verursacht. Eine im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Italien erarbeitete Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass vor allem Kleinkinder unter der Verschmutzung der Umwelt leiden. Die Forscher rufen die Politik dringend dazu auf, mehr Mittel für den Umweltschutz bereitzustellen.

Weltweit betreffen 40 Prozent der Krankheiten, die durch Umwelteinflüsse ausgelöst werden, Kinder im Alter unter fünf Jahren. Forscher der Universitäten von Udine und Triest untersuchten nun, wie stark die Umweltbelastung die Gesundheit von Kindern in Europa beeinflusst.

Blei führt bei Kindern zu mentalen Entwicklungsstörungen

Demnach gehen zwei bis sechs Prozent der Todesfälle bei Jungen und Mädchen unter fünf Jahren auf die Verschmutzung der Außenluft zurück. Vier Prozent der Todesfälle in dieser Altersgruppe werden von der Belastung der Innenraumluft und daraus resultierenden Infektionen der unteren Atemwege verursacht. Zudem führt die Belastung mit Blei bei vielen Kindern zu mentalen Entwicklungsstörungen, wie das Fachmagazin "The Lancet" berichtet.

In der Altersgruppe bis 14 Jahre verursachen Durchfallerkrankungen, ausgelöst durch unsauberes Wasser und schlechte sanitäre Einrichtungen, fünf Prozent der Todesfälle. Die häufigste Ursache sind in der gesamten Gruppe bis zum Alter von 19 Jahren Verletzungen durch Verkehrsunfälle, Stürze oder Krieg, die für fast ein Viertel aller Todesfälle verantwortlich sind.

AP AP

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