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200 Jahre Darwin: Die Evolution arbeitet in uns

Ob in Arztpraxen, auf Feldern oder in unserem Körper: Die Evolution wirkt überall, und sie tut es heute genauso wie vor Millionen Jahren. Zum 200. Geburtstag von Charles Darwin, dem Begründer der Evolutionstheorie, macht der Evolutionsbiologe Axel Meyer im stern.de-Interview klar, dass die Natur keinem Plan folgt - und der Mensch alles andere als die Krone der Schöpfung ist.

Axel Meyer ist ein gefragter Mann in diesen Tagen. Es ist "Darwin-Jahr": Charles Darwin, der Begründer der modernen Evolutionstheorie, wurde vor 200 Jahren geboren. Sein bahnbrechendes Werk "Über die Entstehung der Arten" veröffentlichte er vor 150 Jahren. Und Meyer, einer der renommiertesten Evolutionsbiologen Europas, gehört zu jenen Nachfolgern des großen britischen Naturforschers, die längst tiefer in die Materie eingestiegen sind als es Darwin zu seiner Zeit möglich gewesen ist. Nach Meyers Lesart treibt Egoismus die Evolution an ("es gibt keine Artgenossen, nur Konkurrenten"), sie ist in unserem Alltag sichtbar, sie arbeitet in uns Menschen weiter und sie folgt keinem göttlichen Plan. "Dafür sehe ich keine Hinweise", sagt er im Interview mit stern.de.

Herr Professor Meyer, die meisten Menschen wissen über die Evolutionstheorie, dass sie von Charles Darwin begründet wurde und nach der Maxime "survival of the fittest - der Stärkere setzt sich durch" verläuft. Sie sagen das stimmt so nicht. Wieso?
"Survival of the fittest" ist ein Schlagwort, das gar nicht von Darwin selber stammt, sondern von Herbert Spencer [Anm. d. Red.: englischer Philosoph und Soziologe des 19. Jahrhunderts, der als erster die Evolutionstheorie auf die gesellschaftliche Entwicklung anwendete]. In der Evolution kommt es darauf an, wer die meisten Nachkommen hat. Es ist zwar oft der Stärkste, der sich gegen andere Männchen im Kampf um die Weibchen durchsetzt, es kann aber auch der Schönste sein - oder auch nur der zufällig Glücklichste. In der Evolution gewinnen die Individuen, die unter den gegebenen Umständen am besten überleben und die meisten Nachkommen zeugen. Das englische Adjektiv "fit" bedeutet im evolutionären Zusammenhang so viel wie passend, tauglich oder günstig und nicht unbedingt "fit" im Sinne von Fitness-Studio. Es geht nicht immer und nicht unbedingt in erster Linie um die körperliche Fitness.

Ist denn die Evolution mit dem Menschen, der sogenannten "Krone der Schöpfung", an einem Endpunkt angekommen?


Es gibt keinen Endpunkt der Evolution. Das würde ja bedeuten, dass es ein Ziel gäbe, auf das die Evolution hinarbeiten würde. Das ist nicht der Fall. Die Evolution ist vollkommen blind und zufällig. In jeder Generation werden die Würfel neu gemischt. Für uns Evolutionsbiologen ist der Mensch nur eine weitere, beliebige Art - wenn auch die einzige, die Zeitungen verlegt und Computer baut. Nichts deutet darauf hin, dass die Entwicklung zwangsläufig den Menschen hervorbringen musste. Der verstorbene Evolutionsbiologe Stephen Jay Gould hat immer gesagt, wenn man das Tonband der Evolution zurückspulen würde, würde eine ganz andere Musik herauskommen.

Der Prozess der Evolution setzt sich also fort. Wo lässt sich das beobachten?


In jedem Krankenhaus, in jeder Arztpraxis, in der sich Antibiotika-Resistenzen zeigen. Auf jedem Feld, auf dem durch künstliche Selektion gezüchtete, domestizierte Pflanzen stehen – genauso wie gezüchtete Tiere in den Ställen. Aber auch an den Modellsystemen, an denen die wissenschaftlichen Labors arbeiten. Hefe, Bakterien oder die Drosophila-Fliege haben eine kurze Generationszeit, so dass innerhalb der Lebensspanne eines Evolutionsforschers die Veränderungen über mehrere Generationen hinweg beobachtet werden können.

Wenn man weiß, wo man hinschauen muss, kann man also die Evolution im Alltag erkennen. Gehören dazu auch Folgen des Klimawandels?
Sicher. Durch den Klimawandel haben wir inzwischen Vögel, die normalerweise in Nordafrika vorkommen und jetzt am Kaiserstuhl leben [Anm. d. Red.: z.B. der bunt gefiederte Bienenfresser]. Das tropische Dengue-Fieber und die Moskitos, die es übertragen, verbreiten sich in Italien und werden vielleicht auch über die Alpen kommen. Das sind evolutionäre Veränderungen, die auch den Menschen betreffen. Wir sehen uns plötzlich wieder Krankheiten ausgesetzt, die wir seit Jahrhunderten nicht mehr in unseren Breiten hatten.

Viele Arten werden den Klimawandel nicht überleben . . .


Der Klimawandel führt zu Veränderungen, die einerseits traurig sind, weil es den Eisbären nicht gut gehen wird. Andererseits werden wir vielleicht viele Papageien in unseren Parks haben. Das kann man sehen, wie man will. Die Natur ist ohne jegliche Wertung. Aber es ist sicher so, dass der vom Menschen gemachte Klimawandel zu einem Massenaussterben führt, wie es das bisher nur vier- oder fünfmal in der Geschichte der belebten Welt gegeben hat. Das ist ein Riesenproblem, das neben dem Klimawandel damit zu tun hat, dass so viele Biotope zerstört werden.

Ist der Mensch daher nicht doch ein Sonderfall der Evolution, da er in der Lage ist, Lebensräume zu zerstören oder sie sich zu erschließen?


Das ist nur eingeschränkt richtig. Sogar die Behauptung, dass wir als erste Spezies das Klima ändern, stimmt nicht ganz. Denken Sie an die Grünalgen und Cyanobakterien, die die Sauerstoff-Atmosphäre der Erde erst geschaffen hat – und all' die biologischen Veränderungen, die daraufhin folgten. Natürlich will ich den Menschen nicht mit der Grünalge vergleichen, aber beide Spezies sind oder waren sicherlich nicht bewusst darauf aus, das Klima zu ändern. Menschen werden - in evolutionären Zeitspannen gerechnet - nicht mehr allzu lange auf dem Planeten sein. Die durchschnittliche Lebensspanne einer Säugetierart liegt bei sechs bis zehn Millionen Jahren; wir haben zwei Millionen davon rum. Und ich würde erwarten, dass wir nicht den Durchschnitt erreichen, so wie wir mit dem Planeten umgehen.

Lesen Sie im zweiten Teil Antworten auf die Fragen, welche Rolle der Klimawandel für die Evolution spielt und wie das Schicksal des Menschen aussieht.

Evolution geschieht durch Anpassung eines Lebewesens an seine Umwelt. Wie gelangt diese Veränderung ins Erbgut?
So gefragt zäumt man das Pferd von hinten auf. Die Variation muss schon im Erbgut vorhanden sein. Dann wird selektiert und es setzen sich jene Varianten durch, die mehr Nachkommen haben. Im Prinzip kann das mit einem Individuum anfangen, das eine Gen-Variante hat, die sich über Zufall oder über positive Selektion in der Population verbreitet, so dass nach mehreren Generationen viele oder sogar alle Individuen dieser Population diese Gen-Variante aufweisen.

Gibt es auch bei uns Menschen Beispiele für eine spezifische Anpassung an Lebensräume?
Die gibt es. Denken Sie nur an die Milchzuckerverdauung, die Asiaten sehr schwer fällt. Die Fähigkeit, als Erwachsener Milchzucker – Lactose – zu verdauen, hat sich in Nordeuropa wahrscheinlich erst in den letzten 10.000 Jahren verbreitet - durch die Viehzucht. Interessanterweise gibt es dieselbe Fähigkeit auch in Afrika bei Vieh züchtenden Stämmen. Dort liegt eine andere Mutation im selben Gen zugrunde. Im Menschen sind wie in jeder Tierart Gen-Varianten vorhanden - entweder in verschiedener Form oder in verschiedenen Kopien-Zahlen -, so dass die Populationen sich an ihre Lebensumstände angepasst haben - wenn auch unser Körper in vielerlei Hinsicht immer noch unseren subtropischen Ursprung reflektiert. Es kostet natürlich Energie, die Voraussetzungen für Anpassungen zu schaffen, und es werden sich jene Lebewesen durchsetzen, die im Vergleich zur Konkurrenz die Energie nicht verschwenden.

Die Evolution ist also auch ökonomisch?


Das ist sie sowieso. Es gibt Sachen, die wirken sehr verspielt oder luxuriös, aber trotzdem ist die Idee der natürlichen Selektion à la Darwin eine Idee, die auf Effizienz und guten Umgang mit Ressourcen abzielt. Die Organismen, die Energie am effizientesten umsetzen, haben einen Selektionsvorteil.

Ist eine weitere intelligente Spezies neben dem Menschen auf der Erde denkbar?
Es gibt ja schon viele intelligente Arten auf der Erde. Ich denke da an die Krähen, die sehr clever sind, sich sogar Werkzeuge bauen können und verstehen, wie Ampeln funktionieren. Unter den Verwandten der Wale gibt es viel Intelligenz, bei den Primaten sowieso. Aber bis zu einer Spezies mit einer Intelligenz im "menschlichen" Sinne ist es ein weiter Weg. Das sehe ich nicht.

Wie sieht das Leben auf der Erde in einigen Millionen Jahren aus?


Vermutlich sehr viel trüber als heute - aus menschlicher Sicht. Da bin ich wirklich sehr pessimistisch, wenn ich sehe, wie sich die Gegenden in Afrika und Nicaragua, in denen ich seit 25 Jahren Fische fange, verändern. Das ist erschreckend, wie mit der Umwelt umgegangen wird. Es ist einfach verrückt, dass innerhalb einer halben menschlichen Lebensspanne alle Urwälder abgeholzt werden. Das Leben wird nicht aufhören, aber ich könnte mir vorstellen, dass in einigen Millionen Jahren viele Säugetiere ausgestorben sein werden.

Wird der Mensch den Planeten noch dominieren?


Obwohl wir das nicht gerne zugeben: Eigentlich regieren nicht wir, sondern die Bakterien die Welt, und sie werden es voraussichtlich auch in ferner Zukunft tun. Bakterien können biochemische und genetische Sachen machen, von denen wir nur träumen können. Auf diese Weise haben sie die allergrößte Vielfalt hervorgebracht. Das wird sich auch nicht ändern, es ist einfach ein evolutionäres Erfolgsmodell. Bakterien sind in vielerlei Hinsicht viel erfolgreicher als wir. Der Kampf gegen Parasiten und Krankheitserreger ist auch ein wichtiges Kapitel in der Evolution des Menschen. Und wenn man sieht, wie wir in jedem Winter weiterhin beispielsweise mit der Grippe zu tun haben, dauert dieser Kampf immer noch an.

Interview: Dieter Hoß

CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.